Griechenland - WikiLeaks: Hollande befürchtete schon 2012 Grexit

Athen/Paris/Berlin - Der französische Präsident Francois Hollande hat neuen Enthüllungen von WikiLeaks zufolge bereits kurz nach seinem Amtsantritt 2012 ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone befürchtet. Der sozialistische Politiker habe im Mai 2012 ein Treffen von Ministern seines Kabinetts einberufen, um die Folgen eines Grexit für die französische Wirtschaft durchzuspielen.

Dies berichtete WikiLeaks am Dienstag unter Berufung auf ihr zugespielte Abhörprotokolle des US-Geheimdienstes NSA. Die Enthüllungsplattform gab die Dokumente an die Tageszeitung "Liberation" und das investigative Internetportal "Mediapart" weiter. Die NSA habe neben Hollande auch dessen Vorgänger Nicholas Sarkozy und Jacques Chirac ausspioniert, erklärte WikiLeaks-Gründer Julian Assange.

"Hollande betonte, dass das (Griechenland)-Treffen geheim sein sollte", zitierte WikiLeaks aus dem NSA-Protokoll. Der Präsident habe befürchtet, dass ein Bekanntwerden von Grexit-Beratungen die Griechenland-Krise weiter verschärfen werde.

Der französische Präsident sei auch verstimmt über sein erstes Treffen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel gewesen, berichtet WikiLeaks unter Berufung auf NSA-Protokolle weiter. Merkel habe Griechenland schon aufgegeben, habe sich Hollande beschwert. "Dies hat Hollande sehr besorgt um Griechenland und das griechische Volk gemacht, die mit der Wahl extremistischer Parteien reagieren könnten", zitierte WikiLeaks weiter. WikiLeaks kündigte für die nahe Zukunft die Veröffentlichung zahlreicher weiterer Dokumente an.

Frankfurt/Derby (APA/Reuters) - Die Pläne zum Verkauf der verlustreichen zivilen Schiffbau-Sparte ermuntern Anleger zum Einstieg bei Rolls-Royce. Die Aktien des britischen Flugzeugtriebwerk-Bauers stiegen am Mittwoch um bis zu 8,5 Prozent auf 926,4 Pence (7,6 Euro). Das ist der größte Kurssprung seit einem halben Jahr.
 

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Möglicher Verkauf von Geschäftsteilen beflügelt Rolls-Royce

Budapest (APA/dpa) - Ungarns rechtsnationale Regierung plant eine neue Strafsteuer für Zivilorganisationen, die Flüchtlingen helfen und ihre Kosten überwiegend durch Unterstützung aus dem Ausland decken. Dies gab der ungarische Innenminister Sandor Pinter am Mittwoch nach einer Regierungssitzung bekannt. Die Steuer werde 25 Prozent betragen.
 

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Ungarns Regierung plant Strafsteuer für Flüchtlingshelfer

New York/Charlotte (North Carolina) (APA/dpa) - Die von US-Präsident Donald Trump vorangetriebene Steuerreform macht den großen Banken des Landes weiter zu schaffen. Im Falle des Wall-Street-Hauses Goldman Sachs waren die Belastungen im Schlussquartal derart hoch, dass ein milliardenschwerer Verlust anfiel. Bei der Bank of America halbierte sich der Quartalsgewinn.
 

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US-Steuerreform zieht Goldman Sachs und Bank of America herunter