Griechenland - Wie geht es weiter in der Krise?

Im griechischen Schuldenstreit arbeiten die internationalen Geldgeber und die Regierung in Athen fast rund um die Uhr an einer Lösung. Die Zeit drängt, denn es ist unklar, ob Griechenland seine am Monatsende fälligen Rückzahlungen an den IWF aus eigener Kraft begleichen kann. Der Fahrplan:

- Mittwoch, 24. Juni: Die Euro-Finanzminister treffen sich in Brüssel, zum dritten Mal binnen sieben Tagen. Anhand der Bewertungen des aktuellen griechischen Reformangebots durch den Internationalen Währungsfonds (IWF), die Europäische Zentralbank (EZB) und die EU-Kommission soll die Eurogruppe einen Deal mit Griechenland aushandeln.

- Donnerstag, 25. Juni: Beim Sommer-Gipfel der EU wollen die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und die anderen Staats- und Regierungschefs die Einigung abnicken. Es wird eine Verlängerung des zweiten Hilfsprogramms auf europäischer Seite angestrebt. Der Zeitraum der Verlängerung ist noch nicht klar. Insgesamt stehen von den Geldgebern, also inklusive des IWF, noch 7,2 Mrd. Euro bereit, sollten die Reformzusagen die Geldgeber überzeugen.

- Samstag, 27. Juni: Möglicherweise am Wochenende könnte das griechische Parlament über eine Vereinbarung abstimmen. Harte Sparmaßnahmen dürften dabei zum Belastungstest für Premier Alexis Tsipras werden, denn auch aus seiner eigenen Partei Syriza gibt es bereits Kritik.

- Montag, 29. Juni: Vom kommenden Montag an könnte der Bundestag in seiner letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause über die Hilfen abstimmen. Auch andere nationale Parlamente der Eurozone müssen zustimmen.

- Dienstag, 30. Juni: Griechenland muss Raten von insgesamt rund 1,6 Mrd. Euro an den IWF zurückzahlen. Zum selben Stichtag läuft nach aktuellem Stand das derzeitige Hilfsprogramm auf europäischer Seite aus.

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Top-Ökonomen fordern radikale Reformen in der Eurozone

Wirtschaft

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Rüsselsheim/Paris (APA/dpa) - Mit Warnstreiks in sämtlichen deutschen Opel-Werken hat die IG Metall deutliche Signale an die neue Konzernmutter PSA gesendet. Ohne die Unterstützung der Belegschaft könne eine Umstrukturierung des Autobauers nicht gelingen, sagte der Erste Vorsitzende der Gewerkschaft, Jörg Hofmann, am Mittwoch vor rund 6000 Demonstranten am Stammwerk in Rüsselsheim.
 

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Warnstreiks bei Opel mit deutlichen Ansagen an PSA-Chef