Griechenland-Wahl - Weidmann drängt nach Wahl auf weitere Reformen

Berlin (APA/AFP) - Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, fordert nach der Parlamentswahl in Griechenland eine Fortsetzung des Reformkurses in dem Land. "Ich hoffe, dass die neue Regierung das Erwartete, das Erreichte nicht in Frage stellt und ich hoffe auch, dass die Strukturprobleme angegangen werden in Verwaltung, bei den öffentlichen Finanzen, aber auch bei der Wirtschaft", sagte Weidmann.

Der hochverschuldete Staat sei auch weiterhin auf die Unterstützung durch ein Hilfsprogramm angewiesen, "und das heißt natürlich auch, dass es ein solches Programm auch nur geben kann, wenn die Verabredungen auch eingehalten werden", so Weidmann am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".

Laut Nachwahlbefragungen verbuchte das Linksbündnis Syriza bei der Parlamentswahl am Sonntag einen deutlichen Sieg und kann sogar auf eine absolute Mehrheit hoffen. Er hoffe, "dass die neue griechische Regierung keine illusionären Versprechungen macht, die sich das Land nicht leisten kann", sagte Weidmann mit Blick auf den bevorstehenden Regierungswechsel.

Weidmann äußerte sich skeptisch zu den Kernforderungen von Syriza-Chef Alexis Tsipras, der den von den internationalen Geldgebern verordneten Sparkurs beenden und einen weitgehenden Schuldenerlass erreichen will. "Für mich ist entscheidend, dass die griechischen öffentlichen Finanzen dauerhaft tragfähig sind. Solange das nicht der Fall ist, würde auch ein Schuldenschnitt nur eine kurze Atempause gewähren", sagte der Bundesbank-Präsident.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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