Griechenland - Unsicherheit dauert an - Eurogruppe am Zug

Athen/Brüssel - Die Unsicherheit um das Schicksal Griechenlands in der Eurozone dauert an. Vor dem neuerlichen Sondertreffen der Eurogruppe Donnerstag nachmittag in Brüssel konnten sich die Institutionen nicht auf einen gemeinsamen Text mit Athen einigen. Damit ist die Eurogruppe am Zug, die eine Empfehlung an den EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs ausarbeiten soll.

Ob dies möglich ist, ist offen. Die Finanzminister der Währungsunion verlieren langsam die Geduld. Österreichs Ressortchef Hans Jörg Schelling (ÖVP) meinte, "wir können nicht jeden Tag zusammen kommen". Er zeigte sich skeptisch und warf den Griechen mehr oder minder Verantwortungslosigkeit im Umgang mit der eigenen Bevölkerung vor. Gleichzeitig meinte er, der letzte Tag für eine Einigung wäre der Sonntag.

Wahrscheinlicher könnte sein, dass im Rahmen des EU-Gipfels die 19 Staats- und Regierungschef der Eurozone spätestens Freitag früh zusammentreten, um eine Lösung für Griechenland auf politischer Ebene zu beschleunigen. Damit könnte auch Druck auf den griechischen Premier Alexis Tsipras ausgeübt werden, sich doch auf einen Kompromiss zuzubewegen.

EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici war einer der wenigen Vertreter vor der Eurogruppen-Sitzung, die sich noch halbwegs optimistisch zeigten. Bis zu einer Einigung seien noch "einige Fortschritte notwendig".

Dagegen meinte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, er sei "nicht optimistisch". Es liege nichts Neues am Tisch. Sein maltesischer Ressortkollege Edward Scicluna äußerte sich ebenfalls eher pessimistisch. "Die Zeit läuft aus, auch unsere Geduld". Es gebe unterschiedliche Texte. Die Frage sei, was von der griechischen Seite hinzugefügt oder gestrichen worden sei. Allerdings gebe es Unstimmigkeiten zwischen den Vorschlägen. "Da waren zwei verschiedene Dokumente. Wir haben sie in unserem Büro gegenübergestellt um zu sehen, wo die Unterschiede liegen".

Österreichs Kanzler Werner Faymann (SPÖ) hofft ungeachtet der Differenzen auf eine Einigung der Eurozone mit Athen. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz versprühte Zweckoptimismus. "Ich glaube, wir werden das schon schaffen".

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Lufthansa kann nach Einschätzung eines Experten noch in diesem Jahr mit der Genehmigung der EU-Kommission für den Kauf eines großen Teils der insolventen Air Berlin rechnen - aber nur unter harten Bedingungen. "Es wird Auflagen geben, die noch über die Abgabe von Slots hinausgehen dürften", erklärte Luftfahrtexperte Ulrich Schulte-Strathaus am Dienstag bei einer Branchenkonferenz in Frankfurt.
 

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Lufthansa muss mit harten EU-Auflagen rechnen

Dallas (Texas)/New York (APA/Reuters) - Der US-Telekomkonzern AT&T will nach dem Einspruch der US-Regierung die geplante milliardenschwere Übernahme des Medienkonzerns Time Warner vor Gericht durchboxen. AT&Ts Prozessanwalt Dan Petrocelli sagte dem Sender CNBC am Dienstag, dass das Fusionsvorhaben keine Bedrohung für die Verbraucher darstelle. Die Klage des Justizministeriums sei deshalb "töricht".
 

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AT&T-Anwalt will für Time-Warner-Kauf vor Gericht ziehen

Wien/Wels (APA) - Der oberösterreichische Industrielle Stefan Pierer hat über ihm nahestehende Gesellschaften seinen Anteil an der KTM Industries AG weiter aufgestockt. Die Pierer Industrie AG habe von Organen der KTM Industries AG sowie von der Gesellschaft nahestehenden Personen insgesamt 12,2 Mio. Aktien zu je 4,80 Euro/Aktie erworben. Das entspreche rund 5,42 Prozent des Grundkapitals.
 

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Pierer stockt bei KTM Industries auf