Griechenland: Tsipras "optimistisch für Lösung der Missverständnisse"

Der griechische Premier Alexis Tsipras hat sich in Brüssel "optimistisch für eine Lösung der Missverständnisse" zwischen seinem Land und der Eurogruppe ausgesprochen. Nach einem Treffen mit EU-Parlamentspräsident Martin Schulz sagte Tsipras, er wolle aus Brüssel eine "Botschaft der Hoffnung" für sein Land mit nach Hause nehmen.

"Wir sind alle Proeuropäer. Ich glaube, dass wir weiterhin in Zukunft zusammen arbeiten werden, ich glaube am Ende des Tages an eine Lösung aller Missverständnisse", so Tsipras zuversichtlich. Athen werde mit der Umsetzung des Kompromisses vom 20. Februar mit der Eurogruppe weiter arbeiten. "Unsere Absicht ist, diese Entscheidungen umzusetzen. In einem konstruktiven Weg. Wir wollen helfen, dass Griechenland die Krise überwindet und auch Europa".

Schulz erklärte, vergangene Woche habe es innerhalb der Euro-Staaten unterschiedliche Interpretationen über die Entscheidungen der Währungsunion zu Griechenland gegeben, die auch zu "Spannungen" geführt hätten. "Das haben wir besprochen. Ich habe Tsipras geraten, diese Spannungen in den nächsten Tagen anzusprechen".

Der Präsident des Europaparlaments betonte auch die Notwendigkeit kurzfristiger Maßnahmen für Griechenland. Vor allem angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit. Es müsse "das soziale Drama" in Griechenland bekämpft werden, die soziale Depression. Deswegen sollte Athen Gelder aus dem EU-Jugendbeschäftigungsfonds erhalten. Dieser habe einen Umfang von sechs Milliarden Euro für die Finanzperiode von 2014-2020. Nun sei es notwendig, baldigst einen Rekrutierungsplan für junge Arbeitslose seitens Griechenlands vorzulegen. Diesen Rat habe er Tsipras gegeben.

Der griechische Ministerpräsident sprach von einer humanitären Krise. Er wolle eine "Botschaft der Hoffnung" für das griechische Volk und "nicht nur Umsetzungen und Verpflichtungen". Auch sei Solidarität notwendig, um die schlechte Situation im Sozialbereich überwinden zu können.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker