Griechenland - Tsipras: Grexit wäre "Anfang vom Ende der Eurozone"

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hat ein mögliches Ausscheiden seines Landes aus dem Euro als "Anfang vom Ende der Eurozone" bezeichnet. Der Grexit könne "keine Option sein, weder für die Griechen noch für die Europäische Union", sagte Tsipras der österreichischen Tageszeitung "Kurier" vom Freitag.

Ein Euro-Austritt wäre ein "irreversibler Vorgang". Europa habe sich bisher "immer in Richtung Einheit bewegt". Ein Richtungswechsel "würde das Scheitern der europäischen Idee bedeuten".

Tsipras sagte weiter, dass die Debatte über den Grexit begonnen habe, als in Griechenland mit der Umsetzung der rigiden Sparprogramme begonnen worden sei. "Diese von EU und Internationalem Währungsfonds aufgezwungenen Sparprogramme kann die griechische Bevölkerung nicht verkraften", sagte der Linkspolitiker. Auch habe es dadurch keine positiven Effekte für die Wirtschaft gegeben. "Das Gesamtkonzept sollte geändert werden", forderte Tsipras.

Griechenland verhandelt seit Monaten mit seinen internationalen Geldgebern über die Bedingungen für die Auszahlung ausstehender Finanzhilfen in Höhe von 7,2 Mrd. Euro. Streit gibt es vor allem über die von den Gläubigern geforderten Einschnitte bei den Pensionen und die Erhöhung der Mehrwertsteuer. Am Donnerstagabend waren Beratungen der Euro-Finanzminister erneut ohne Ergebnisse geblieben. Das griechische Hilfsprogramm läuft Ende Juni aus. Gibt es in den kommenden Tagen keine Einigung mit den Gläubigern, droht Griechenland die Pleite und womöglich ein Ausscheiden aus der Eurozone.

Für Montag wurde ein Sondergipfel der Eurozone in Luxemburg angesetzt. Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem hatte am Donnerstag bei einer Pressekonferenz gesagt, es sei immer noch möglich, eine Einigung zu erzielen und das aktuelle Programm noch vor Monatsende zu verlängern. Es liege nun aber den Griechen, diese "letzte Möglichkeit zu ergreifen".

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden