Griechenland - Schelling sieht "mühsamen Fortschritt"

Athen/Brüssel - Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) sieht einen "mühsamen Fortschritt" bei den Verhandlungen der Eurozone mit Griechenland. "Es geht schon etwas weiter". Aber die von Griechenland seit 20. Februar angekündigten Alternativvorschläge für Sparnotwendigkeiten fehlten, "soweit sind wir bei weitem noch nicht", sagte Schelling am Dienstag vor Beginn des ECOFIN in Brüssel.

Angesprochen auf ein Referendum in Griechenland meinte der Minister, dies sei ausschließlich Sache der Athener Regierung. Bei der Eurogruppe am Vortag sei aktuell nicht darüber gesprochen worden. Jedenfalls würde sich ein Referendum zeitlich noch vor Ablauf des zweiten Hilfsprogramms für Griechenland Ende Juni ausgehen. "Wenn man innerhalb der nächsten paar Tage so eine Entscheidung treffen würde, würde ich meinen, dass ein Referendum in vier Wochen vorbereitet werden kann. Das würde sich natürlich ausgehen".

Aber "die Frage ist, was will man mit einem Referendum erreichen. Will man erreichen, dass man Rückhalt dafür bekommt, die Wahlversprechen zu verändern, oder will man damit erreichen, dass möglicherweise eine Entscheidung fällt heraus aus dem Euro, der EU. Diese Fragestellung muss die griechische Regierung für sich treffen".

Ein Eurogipfel der Staats- und Regierungschefs der Währungszone sei "derzeit nicht im Gespräch". Es würden jetzt alle auf Fortschritte warten. Dann würden die notwendigen Entscheidungen zu treffen sein. "Jetzt wird verhandelt".

Schelling konzedierte, dass seit der Eurogruppe in Riga vor zwei Wochen "Bewegung drinnen ist". Unterlagen würden auch angeliefert und es habe die "klare Botschaft gegeben, wir wollen eine Lösung. Dazu muss man sich aber auch bewegen". Den Griechen gab er den Rat, "wenn man jemandem helfen will, muss er auch die Hilfe der anderen annehmen".

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen