Griechenland: Österreichs Exporte halbierten sich in der Krise

Obwohl sich die heimischen Exporte nach Griechenland in den vergangenen Krisenjahren halbiert haben, erzielte Österreich im Warenaustausch mit dem Land zwischen Jänner und Oktober 2014 immer noch einen Überschuss von 184,4 Mio. Euro, geht aus den vorläufigen Zahlen der Wirtschaftskammer Österreich hervor.

Obwohl sich die heimischen Exporte nach Griechenland in den vergangenen Krisenjahren halbiert haben, erzielte Österreich im Warenaustausch mit dem Land zwischen Jänner und Oktober 2014 immer noch einen Überschuss von 184,4 Mio. Euro, geht aus den vorläufigen Zahlen der Wirtschaftskammer Österreich hervor.

Die österreichischen Lieferungen nach Griechenland - hauptsächlich Handys, Tonträger, Energy Drinks, Käse und Topfen, Maschinen, Arzneiwaren und Papier - erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode 2013 um 5,8 Prozent auf 342,6 Mio. Euro. Die Einfuhren aus Griechenland - überwiegend Biodiesel, Käse und Topfen, Drähte und Kabel, Olivenöl und T-Shirts - legten um 5,4 Prozent auf 158,2 Mio. Euro zu.

Die Griechen kauften unsere Milchprodukte, da diese dort günstiger seien als die eigenen, erklärte der Handelsdelegierte in Athen, Gerd Dückelmann-Dublany, am Dienstag vor Journalisten in Wien. Unter den heimischen Exportmärkten rangiert Griechenland im vergangenen Jahr an 42. Stelle - nach Malaysia und vor Kuwait. Als Importland liegen die Griechen bei uns an 53. Stelle (nach Mexiko und vor Israel).

"Die Mehrheit der österreichischen Unternehmen in Griechenland sind Vertriebsniederlassungen", sagte Dückelmann-Dublany. Mit Produktionsniederlassungen vor Ort tätig seien aber beispielsweise die Wienerberger-Tochter Pipelife sowie die ehemalige Vogel&Noot-Tochter Metal Packaging. Österreich sei in Griechenland im Verpackungssektor stark - so ist dort etwa der Papierproduzent Mondi aktiv.

Per Ende 2013 gingen die österreichischen Direktinvestitionen in Griechenland laut Wirtschaftskammer auf 373 Mio. Euro leicht zurück. Die griechischen Investitionen in Österreich sanken gegenüber Ende 2012 von 1,015 Mrd. auf 762 Mio. Euro wesentlich deutlicher.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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