Griechenland - Nowotny: Auch Militärausgaben müssen diskutiert werden

OeNB-Gouverneur und EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny sprach sich am Montag dafür aus, dass man im Zusammenhang mit dem Schuldenstreit mit Griechenland auch über eine Gegenrechnung von weniger scharfen Pensionskürzungen für geringe Einkommen im Austausch mit militärischen Ausgaben diskutieren müsse.

"Genau hier sehe ich eine Wahl", sagte Nowotny bei einem Pressegespräch anlässlich der 43. Volkswirtschaftlichen Tagung der Nationalbank in Wien. Er spreche dabei als Bürger. "Das ist eine relevante Chance. Ich wäre sehr enttäuscht, wenn eine solche Diskussion nicht stattfinden würde", führte Nowotny aus.

Wie viel ein Schuldenschnitt Griechenlands Österreich konkret kosten würde, wollte Nowotny auf Nachfrage nicht kommentieren, nur so viel sagte er: "Wir haben die Zahlen". Am Rande der Tagung hieß es heute zur APA, ein 50-Prozent-Schuldenschnitt würde sich auf das österreichische Budget sofort mit rund 4,5 Mrd. Euro auswirken.

Der IWF hat wie berichtet einen Bericht zurückgewiesen, nach dem er einen Kompromiss zwischen EU-Kommission und Athen torpediert haben soll. Der Artikel der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", der auf Aussagen anonymer Quellen basiere, sei falsch, teilte IWF-Sprecher Gerry Rice der Deutschen Presse-Agentur in Washington mit.

Das Blatt hatte berichtet, der IWF habe vor wenigen Tagen einen Vorschlag Junckers gegenüber dem griechischen Präsidenten Alexis Tsipras abgelehnt. Demnach solle es Athen erlaubt werden, Kürzungen bei kleinen Renten aufzuschieben, wenn es dafür seine Militärausgaben um den gleichen Betrag vermindert - knapp 400 Millionen Euro.

Griechenland gab etwa vor der Krise mehr als 2,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für sein Militär aus, im Vorjahr waren es nur noch etwas über zwei Prozent.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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