Griechenland - Nouy: Bankensektor in besserer Solvenzlage

Athen/Brüssel - Die Chefin der bei der Europäischen Zentralbank (EZB) angesiedelten Bankenaufsicht, Daniele Nouy, sieht die jüngsten Fortschritte in Griechenland durch die "politische Ungewissheit" und die Lage im Land "wieder überschattet". Der griechische Bankensektor befinde sich heute in einer besseren Solvenzlage als in den letzten Jahren, sagte Nouy am Dienstag im Europaparlament in Brüssel.

Doch sollte jetzt rasch eine Lösung für Athen gefunden werden, um die aktuelle Ungewissheit zu beseitigen. Der Bankensektor des südlichen Eurolandes habe durch Umstrukturierungen zahlreiche Fortschritte erzielt. Dies sei auch durch die umfassende Bewertung der Bankenaufsicht im vergangenen Jahr bestätigt worden. "Die Ergebnisse der griechischen Banken waren relativ gut", so Nouy.

Auf Medienberichte angesprochen, dass es innerhalb der EZB unterschiedliche Meinungen über den Kauf von griechischen Staatsanleihen durch die Banken des Landes gegeben habe, sagte Nouy, dies sei "absolut inkorrekt". Das "hört sich nach einer schönen Geschichte an, aber es ist nicht korrekt". Es gebe auch überhaupt keine Hindernisse für die Aufsichtsbehörde, ihre Arbeit durchzuführen.

Generell meinte Nouy, "wir sind noch nie besser gewappnet gewesen, um scheiternde Banken auszumachen". Die Prioritäten für 2015 seien die Gewährung einer angemessenen Kapitalausstattung für die Banken. Dabei werde auch die Berechnung der risikogewichteten Vermögensbestände einfließen. Insgesamt sprach sich Nouy für ein "voll harmonisiertes regulatorisches Rahmenwerk" aus. "Hier brauchen wir eine Harmonisierung, gemeinsame Kapitaldefinitionen, insbesondere um Differenzen aus nationalen Optionen und Ermessensspielräume zu verringern." Jedenfalls gebe es "keine Sicherheit, dass nächstes Jahr die Lage für Banken oder deren Rentabilität leichter wird". Dividenden könnten erst dann verteilt werden, wenn ein Kapitalmangel beseitigt werde.

Washington (APA/dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend weiter gesunken und auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen. Die Anträge gingen um 8.000 auf 207.000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. So niedrig war die Zahl der Erstanträge zuletzt im Dezember 1969.
 

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US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 1969

Wien/Linz (APA) - Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) hat im Korruptionsprozess rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen und den Linzer Terminal Tower erneut sein Handeln verteidigt. Die Vergabe der Bundeswohnungen sei korrekt, transparent und ein Erfolg für die Republik gewesen. Aber bei der ersten Einvernahme sah Grasser noch eine "katastrophale Optik" durch das Provisionsgeschäft bei der Buwog.
 

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Grasser-Prozess - Grasser verteidigt Vergabe, "Optik katastrophal"

Frankfurt/Wolfsburg (APA/Reuters) - Die Kernmarke Volkswagen des VW-Konzerns soll nach dem Willen von Konzernchef Herbert Diess schon vier bis fünf Jahre früher als bisher geplant eine Rendite von sechs Prozent erreichen. Spätestens 2021 wolle Diess die Marke von sechs statt der bisher bis dahin angestrebten vier Prozent Gewinn vom Umsatz schaffen, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag ohne Angabe von Quellen.
 

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Magazin: VW-Chef will höhere Rendite bei VW früher erreichen