Griechenland verhandelt am Nachmittag erstmals wieder mit Ex-Troika

Brüssel - Griechenland nimmt erstmals seit den Neuwahlen Ende Jänner wieder Gespräche mit den Experten seiner internationalen Geldgeber auf. Am frühen Mittwochnachmittag kommen Vertreter der griechischen Regierung und Experten der bisherigen Gläubiger-Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Brüssel zusammen, wie es aus Verhandlungskreisen hieß.

Dabei soll über die Reformen beraten werden, die Griechenland im Gegenzug für die Verlängerung seines Hilfsprogramms zugesagt hat.

Die "technischen Gespräche" in Brüssel könnten "ein oder zwei Tage dauern", hieß es am Mittwochvormittag aus Verhandlungskreisen. Ziel sei es zunächst, ein konkretes Arbeitsprogramm und einen Zeitplan für das weitere Vorgehen zu erstellen. Zudem soll Athen konkrete Zahlen zu seiner Haushaltslage und den finanziellen Auswirkung der geplanten Reformen vorlegen. "Im Verlauf der Verhandlungen könnte auch entschieden werden, dass Experten der Institutionen nach Athen reisen, falls das nötig ist", hieß es.

An den Gesprächen nehmen die "Chefs" der bisherigen Troika teil, die in Griechenland als Symbol eines jahrelangen Spardiktats gilt und deshalb nun offiziell als "die drei Institutionen" bezeichnet wird. Für die EU-Kommission verhandelt Declan Costello, für die EZB Klaus Masuch und für den IWF Rishi Goyal. Zudem seien an den Gesprächen Vertreter des Euro-Rettungsfonds EFSF beteiligt, über den ausstehende Hilfszahlungen an Athen geleistet werden könnten, hieß es. Auf griechischer Seite leitet der Generalsekretär des Athener Finanzministeriums, Nikos Theoharakis, die Delegation.

Die Euro-Länder hatten das Hilfsprogramm für das vom Staatsbankrott bedrohte Land Ende Februar um nochmals vier Monate verlängert. Um weitere finanzielle Unterstützung zu bekommen, muss Athen bis Ende April mit den drei Gläubiger-Institutionen ein belastbares Reformprogramm vereinbaren.

Die Ende Jänner gewählte Regierung in Athen hatte zunächst Verhandlungen mit den Institutionen der ehemaligen Troika verweigert. Regierungschef Alexis Tsipras hatte auch versprochen, dass die in Griechenland höchst unbeliebte Troika nicht mehr nach Athen zurückkehren werde. Am Montag stimmte der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis angesichts massiven Drucks seiner Kollegen der Eurozone dann aber sowohl den Gesprächen in Brüssel als auch möglichen Besuchen in Athen zu.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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