Griechenland - Madrid: Weiteres Hellas-Hilfspaket im Gespräch

Madrid - In der Eurozone gibt es der spanischen Regierung zufolge derzeit Verhandlungen über ein weiteres Rettungspaket für Griechenland. Im Gespräch sei ein Volumen von 30 bis 50 Mrd. Euro, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Montag in Pamplona. Ein solches Programm könne dem hoch verschuldeten Land flexiblere Konditionen bieten.

Zur Solidarität seiner europäischen Partner gebe es für Griechenland keine Alternative, betonte der Minister.

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hatte zuvor im "Handelsblatt"-Interview neue Kredit-Hilfen ausgeschlossen: "Ich möchte nicht, dass der Staat weitere Kredite aufnimmt." Der Deutsche Bundestag hatte am Freitag einer Verlängerung des laufenden Rettungsprogramms durch die Eurozone um vier Monate bis Ende Juni zugestimmt. Grundlage dafür war eine Zusage Griechenlands, alle Verbindlichkeiten zu erfüllen.

Die griechische Regierung kann laut einem Mitarbeiter des dortigen Finanzministeriums im März ihren Finanzbedarf decken. "Wir haben Alternativen, um die Liquiditätsthemen im März anzugehen", sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters am Montag, der ungenannt bleiben wollte. Er reagierte damit auf die Frage, ob es andere Möglichkeiten, gebe ohne weitere kurzfristige Geldmarktpapiere (T-Bills) zu begeben oder auf Gewinne von 1,9 Mrd. Euro Zugriff zu bekommen, die die Europäische Zentralbank (EZB) aus dem Kauf von griechischen Anleihen erzielt hatte. Nähere Einzelheiten nannte der Insider allerdings nicht.

Das hoch verschuldete Land kann sich derzeit nicht mehr auf dem Anleihemarkt refinanzieren. Zudem sind die Steuereinnahmen zuletzt kräftig gesunken. Es wird erwartet, dass Griechenland Mitte oder Ende März das Geld ausgeht. Das Ägäis-Land muss aber diesen Monat einen Kredit von rund 1,5 Mrd. Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte