Griechenland-Krise - Aufatmen bei Eurogruppe

Athen/Brüssel (APA) - Die Eurogruppe beschäftigt sich am Donnerstag in Brüssel ein weiteres Mal mit der Lage in Griechenland. Die Zeichen dürften aber eher auf Entspannung stehen, da zuletzt das vierte Überwachungsprogramm der EU-Institutionen eine positive Entwicklung zeigte. In EU-Ratskreisen hieß es am Dienstag, man sei "sehr, sehr glücklich" über die Entwicklung.

Gleichzeitig wurde betont, dass die Entscheidung über die Auszahlung der letzten Hilfstranche erst bei der Juni-Sitzung der Eurogruppe fallen werde. Auch die Höhe dieser Summe steht noch nicht fest. Jedenfalls dürfte es sich um einen knapp zweistelligen Milliarden-Betrag handeln, wobei eine Milliarde Euro noch aus der dritten Überprüfung dazu komme. Ob der Internationale Währungsfonds (IWF) weiter bei Griechenland an Bord bleibt, ist ungewiss. Jedenfalls werde der IWF unabhängig davon das Post-Überwachungsprogramm nach Ende des Rettungspakets für Griechenland ab 20. August des Jahres begleiten.

Außerdem werden sich die 19 Finanzminister der Währungsunion - Österreich ist durch Ressortchef Hartwig Löger (ÖVP) vertreten - mit der wirtschaftlichen Lage der Eurozone und der zuletzt von der Kommission vorgelegten Frühjahrsprognose befassen. Auf der Tagesordnung stehen auch die Bereiche Wachstum und Arbeitsplätze. Eine Erweiterung der Eurozone - Bulgarien hatte zuletzt sein diesbezügliches Ansinnen verstärkt ins Spiel gebracht - ist nicht in Sicht.

Zur Sprache kommen dürfte bei der Eurogruppe auch die Lage in Italien, nachdem sich eine Regierung der zwei antieuropäischen Parteien abzeichnet. Jedenfalls werde kein "Tsipras-Effekt wie in Griechenland" angesichts der zu erwartenden Regierung angenommen. Für jedes Euroland gelten die gleichen Regeln, auch für Italien, wurde betont.

Nach der ersten Sitzung folgt am späteren Nachmittag ein zweites sogenanntes inklusives Format der Eurogruppe, an der insgesamt 27 EU-Staaten teilnehmen. Dabei geht es um die Bankenunion und die Entwicklung des ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus).

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte