Griechenland - Kapitalverkehrskontrollen für Firmen gelockert

Athen - Die seit Ende Juni geltenden Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland werden für die Unternehmen des Landes gelockert. Künftig bräuchten Firmen bei Überweisungen ins Ausland erst ab 100.000 statt 50.000 Euro eine Genehmigung der Regierungskommission, erklärte Zentralbankchef Giannis Stournaras nach einem Treffen von Notenbankvertretern mit Arbeitgebern und Vertretern des Finanzministeriums.

Der Präsident des Handelsverbands ESEE, Vassilis Korkidis, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die neue Regelung sei bereits am Freitag in Kraft getreten.

Die Anhebung der Genehmigungsschwelle sei "positiv", urteilte Korkidis. So könnten nun 70 Prozent der von den Firmen gewünschten Überweisungen ohne Regierungsfreigabe getätigt werden.

Allerdings müssen auch Überweisungen niedrigerer Beträge ins Ausland weiterhin von den Banken genehmigt werden. Zentralbankchef Stournaras kündigte an, in allen Geldinstituten würden dafür Gremien eingerichtet. So solle die bisher allein zuständige zentrale Kommission entlastet werden.

Stournaras stellte zugleich die Lage für die Unternehmen als undramatisch dar. Die Höhe der Geschäftsüberweisungen ins Ausland liege seit Einführung der Kapitalverkehrskontrollen Ende Juni "sehr nah" am normalen Niveau. Die griechischen Firmen sehen die Auflagen hingegen sehr kritisch. Sie warnen vor Güterknappheit, falls sie ihre Lager nicht rechtzeitig auffüllen können. Verschiedene Unternehmensverbände verwiesen zuletzt darauf, dass wegen der unklaren Lage tausende Container in den griechischen Häfen festsäßen. Zudem verlangten Zulieferer immer häufiger Barzahlung.

Die griechische Regierung hatte die Kapitalverkehrskontrollen eingeführt, um ein Ausbluten der Banken zu verhindern. Drei Wochen lang blieben zudem die Filialen geschlossen. Griechische Privatleute können derzeit maximal 420 Euro pro Woche abheben, Überweisungen ins Ausland sind ihnen nur in Ausnahmefällen erlaubt.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor