Griechenland zapft Kapitalmarkt an: 1,3 Milliarden Euro eingesammelt

Athen - Das von der Pleite bedrohte Griechenland hat erfolgreich den Kapitalmarkt angezapft. Die Ausgabe von dreimonatigen Geldmarktpapieren - im Fachjargon T-Bills genannt - spülte am Mittwoch 1,3 Mrd. Euro in die Staatskasse. Die Zinsen lagen bei 2,7 Prozent und damit so hoch wie bei der Emission in der vergangenen Woche.

Die Nachfrage hat sich trotz der bisher ergebnislosen Verhandlungen zu Lösung des Schuldenstreits nicht verschlechtert. Die Auktion war 1,3-fach überzeichnet und damit genau so stark wie zuletzt. Die Regierung in Athen benötigt die Einnahmen, um fällig werdende Anleihen zu bezahlen.

Griechenland wird seit Jahren von seinen europäischen Partnern und dem IWF mit Milliarden-Krediten über Wasser gehalten. Das Land wartet dringend auf die Auszahlung weiterer Hilfen aus dem zweiten Rettungspaket von 7,2 Mrd. Euro, sträubt sich jedoch gegen die Reformauflagen. In den Verhandlungen will Griechenland auch durchsetzen, mehr T-Bills auflegen zu dürfen, um Engpässe zu vermeiden. Die Europäische Zentralbank (EZB) sperrt sich dagegen. Sie beharrt darauf, dass es vorher eine Einigung im Schuldenstreit gibt. Scheitern die Verhandlungen, droht Griechenland zum Monatsende die Pleite.

Nürnberg (APA/dpa) - Adidas oder Puma? Der erbitterte Zwist der Gebrüder Dassler machte diese Frage einst zu einer todernsten Angelegenheit. Inzwischen geben sich die Chefs der Sportartikelhersteller unverkrampft. Das zeigt ein historischer Auftritt in Nürnberg.
 

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Von Rivalität keine Spur? - Chefs von Adidas und Puma beim Plausch

Luxemburg (APA/AFP) - Unternehmen können sich nicht missbräuchlich auf bestehende Steuerregeln berufen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied am Mittwoch, dass "missbräuchliche Praktiken von Wirtschaftsteilnehmern" von der Anwendung des EU-Rechts nicht gedeckt sind. Konkret bestätigte der EuGH eine Mehrwertsteuerforderung der Steuerbehörden in Irland für den Verkauf von Immobilien. (Az: C-251/16)
 

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EuGH-Urteil: Legal aber missbräuchlich heißt illegal

Luxemburg (APA) - Die landwirtschaftliche Produktion in der EU ist 2016 im Vergleich zu 2015 um 2,8 Prozent zurückgegangen. Österreich verzeichnete dagegen einen Zuwachs von 0,5 Prozent. Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, nahm sowohl die tierische (minus 3,3 Prozent) als auch die pflanzliche (minus 2,5 Prozent) Erzeugung in der EU ab.
 

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Agrarproduktion ging in EU um 2,8 Prozent zurück, Österreich mit Plus