Griechenland: 10-Jahres-Renditen kletterten weiter nach oben

Politisch hat sich die Lage für Griechenland nach dem Mini-Gipfel in Brüssel in der Nacht auf Freitag etwas entspannt, allerdings hatte das zunächst keine Auswirkungen auf das Vertrauen der Anleger. Die 10-Jahres-Rendite für Athen kletterte weiter nach oben und war mit 12,137 Prozent auf einem neuen Zweijahreshoch.

Allerdings könnten die Werte für Griechenland nach unten gehen, wenn Premier Alexis Tsipras sein zuletzt den EU-Geldgebern gegebenes Versprechen nach rascher Umsetzung der bereits vereinbarten Reformen tatsächlich einhält. Viel Zeit hat er nicht, konkrete Frist gibt es auch keine, jedenfalls sicherte Tsipras zu, in den nächsten Tagen eine vollständige Reformvorschlag-Liste vorzulegen.

Versprechungen dieser Art hatte es allerdings bereits in den vergangenen Wochen mehrfach gegeben, doch wurden diese praktisch nicht eingehalten. Damit könnte auch diesmal der Eiertanz zumindest bis Ostern rund um den Streit zwischen Griechenland und der Eurozone weitergehen - mit ungewissem Ausgang.

Während der Athen-Wert gegenüber dem Vortag fast um einen ganzen Prozentpunkt zugenommen hat, konnte der Rest der Eurozone fast durchwegs mit billigeren Werten punkten. Ausnahmen waren Niederlande und Slowenien mit geringen Verteuerungen.

Hinter Deutschland (0,188 Prozent) rangierten Freitagfrüh im Sekundärmarkthandel die Niederlande (0,273 Prozent), Finnland (0,317 Prozent), Österreich (0,319 Prozent), Belgien (0,415 Prozent), Frankreich (0,447 Prozent), Lettland (0,549 Prozent), Litauen (0,597 Prozent), Irland (0,799 Prozent), Slowenien (1,098 Prozent), Spanien (1,294 Prozent), Italien (1,23 Prozent), Portugal (1,696 Prozent) und Nachzügler Griechenland mit 12,137 Prozent.

Keine täglichen Werte lagen von Estland, Luxemburg, Slowakei, Zypern und Malta vor.

Brüssel (APA) - Die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, (ÖVP) hat am Montag bei einer von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Brüssel veranstalteten Konferenz zu Cybersecurity, betont, es sei eine Pflicht, das entsprechende EU-Gesetzespaket bis Jahresende abzuschließen. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny erklärte, dass es wöchentlich Cyberattacken auf österreichische Banken gebe.
 

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Edtstadler will EU-Cybersecurity-Paket heuer abschließen

Washington (APA/dpa) - Im eskalierenden Handelsstreit der USA mit vielen Ländern der Welt haben die Vereinigten Staaten nun ihrerseits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Diese richte sich gegen die Vergeltungszölle, die China, die Europäische Union, Kanada, Mexiko und die Türkei als Reaktion auf US-Sonderzölle auf Aluminium und Stahlimporte einführten.
 

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USA legen Beschwerde bei WTO gegen Strafzölle ein

Moskau/Kiew (APA) - Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat die EU aufgerufen, den Sanktionen gegen Russland ein Ende zu setzen. Es sei nicht auszuschließen, dass Italien die zum Jahresende anstehende Verlängerung der Sanktionen gegen Russland durch sein Veto stoppen werde, sagte Salvini bei einer Pressekonferenz im Rahmen seines Besuchs in Moskau am Montag.
 

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Salvini droht mit Veto gegen Verlängerung der Russland-Sanktionen