Griechenland - Gespräche über Reformliste bisher ergebnislos

Athen - Trotz akuter Finanznot Griechenlands kommen die Verhandlungen über weitere Hilfen für das Euro-Land nur schleppend voran. Die Gespräche mit den internationalen Geldgebern seien in Brüssel ohne Einigung zu Ende gegangen, sagten mehrere griechische Regierungsvertreter am Dienstag.

Das sei aber kein Zeichen für ein Scheitern der Verhandlungen, sondern lediglich für den langsamen Fortschritt, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person. Eine Sprecherin der EU-Kommission bestätigte, dass es noch keine Einigung gebe, die Diskussionen aber "konstruktiv" seien und fortgesetzt würden. Griechenland droht im April ohne Finanzhilfe der Staatsbankrott.

Eine Liste über Reformvorhaben, die Grundlage für die Freigabe von Finanzhilfen ist, liege noch immer nicht vor, sagte ein EU-Vertreter. Die Vorschläge der griechischen Seite vom Freitag seien lediglich Ideen.

Die EU-Kommissionssprecherin und Vertreter der griechischen Regierung sagten, dass sich die Arbeitsgruppe der EU-Finanzminister am Mittwoch telefonisch über den Stand der Dinge austauschen will. Voraussetzung für die Freigabe von Finanzhilfen in Höhe von insgesamt 7,2 Mrd. Euro ist die Vorlage einer Reformliste aus Griechenland. Diese müsse verlässlich und umfangreich sein, betonte die Kommissionssprecherin. Die Liste soll dann von den drei Institutionen aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) bewertet werden. Bei einer positiven Beurteilung prüft die Arbeitsgruppe der Finanzminister die Vorschläge, bevor die Minister selbst ein endgültiges Votum abgeben und Geld Richtung Athen fließen kann.

Ein griechischen Regierungsvertreter sagte, es werde weiter eine rasche Einigung mit den Institutionen angestrebt. Während in Brüssel die politischen Gespräche darüber stattfinden, sammeln Experten in Athen Daten, um die Finanzlage des von der Pleite bedrohten Landes beurteilen zu können.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte