Griechenland bietet Geldgebern offenbar Zugeständnisse an

Griechenland will nach Angaben aus Regierungskreisen mit neuen Vorschlägen Bewegung in die stockenden Verhandlungen mit seinen Geldgebern bringen.

Dabei gehe es unter anderem darum, dass jetzt schon über notwendige weitere Reformen entschieden werde, diese aber erst umgesetzt werden müssten, wenn das Land sein Haushaltsziel 2018 verfehle, sagte ein Regierungsvertreter am Sonntag.

Letztlich werde die Entscheidung der griechischen Regierung aber vom Gesamtpaket abhängen, das auch Schuldenerleichterungen enthalten werde. Griechenland geht ebenso wie die EU-Kommission, die Europäische Zentralbank und der Euro-Rettungsfonds ESM davon aus, dass das Land 2018 einen primären Haushaltsüberschuss - also ohne Einrechnung von Zinszahlungen - von 3,5 Prozent erreichen kann. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist indes skeptischer und geht von nur 1,5 Prozent aus.

Derzeit prüfen EU-Kommission, EZB und IWF die bisherigen Reformschritte Athens. Von einem positiven Befund hängt ab, ob das Land weiteres Geld erhält. Zudem ist ein positiver Abschluss Voraussetzung für anschließende Gespräche über Schuldenerleichterungen. Davon wiederum hängt ab, ob sich der IWF an Hilfen beteiligt, worauf vor allem Deutschland drängt.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab