Griechenland - Finnen geben Grünes Licht für neue Hilfe

Der Finanzminister der Griechenland-skeptischen Finnen wird auf der Eurogruppensitzung am Freitag für das neue Hilfspaket stimmen. "Ich habe das Mandat erhalten, das dritte Hilfspaket für Griechenland zu bewilligen", sagte Alexander Stubb am Donnerstag vor Reportern. Stubb erhielt das Mandat vom sogenannten Großen Ausschuss des finnischen Parlaments, in dem 25 der 200 Abgeordneten sitzen.

Die Euro-skeptische Partei Wahre Finnen, Koalitionspartner von Stubbs konservativer Nationalen Sammlungspartei, hatte ihre Zustimmung zuvor angedeutet. Seine Partei werde eine Einigung mit Athen nicht blockieren, weil sonst die Koalition in Finnland zerbrechen würde, hatte Außenminister Timo Soini erklärt.

Die Entscheidung sei "hart" gewesen, sagte der Fraktionschef der Wahren Finnen, Sampo Terho, am Donnerstag nach dem Votum des Großen Ausschusses. Die Partei hatte lange versucht, neue Kredite für Athen zu verhindern. "Wir haben mit zusammengebissenen Zähnen zugestimmt, weil wir verstehen, dass Finnland allein den Prozess nicht stoppen kann", sagte Terho.

Deutschland hat damit vor der morgigen Sitzung einen Verbündeten verloren. Finanzminister Wolfgang Schäuble ließ bisher noch nicht erkennen, dass er am Freitag den Daumen heben und damit den Weg zu neuen Milliardenkrediten ebnen wird. In einer Einschätzung seines Ministeriums zu der "technischen" Einigung der Institutionen wird in Frage gestellt, ob die Auflagen für Athen letztlich für ausreichend befunden werden. Für den Fall, dass es auf der Sondersitzung kein Grünes Licht der Euro-Finanzminister für das neue Paket gibt, soll Athen mit einer neuen Brückenfinanzierung vorerst vor der Pleite bewahrt werden.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma