Griechenland - EZB-Ratsmitglied will schnelle Kapitalhilfe für Banken

EZB-Ratsmitglied Christian Noyer spricht sich für eine schnelle erste Kapitalhilfe für die angeschlagenen griechischen Banken aus. Die Institute sollten die Kapitalspritze noch vor dem im Herbst geplanten Bilanzcheck der Europäischen Zentralbank (EZB) erhalten, sagte er der französischen Zeitung "Le Monde" in einem am Freitag veröffentlichten Interview.

Ein solcher Schritt wäre wünschenswert, um den Sektor zu stabilisieren. Im Herbst soll die EZB-Bankenaufsicht den genauen Kapitalbedarf der Institute ermitteln. Große Bankkunden nach dem Vorbild Zyperns an einer Rekapitalisierung der Geldhäuser zu beteiligen, lehnt der französische Notenbank-Chef ab. Denn die meisten dieser Kunden seien kleinere und mittelgroße griechische Unternehmen. "Meine Haltung ist weit verbreitet im Rat der Gouverneure", sagte Noyer. Klarheit bei diesem Thema würde wieder Vertrauen schaffen und dafür sorgen, dass ein großer Teil der 90 Mrd. Euro zurückkehre, die seit 2010 aus dem Land geflossen seien.

Bei der Bankenrettung in Zypern vor zwei Jahren wurden auch Inhaber großer Geldeinlagen beteiligt. In Griechenland gehören hohe Einlagenstände allerdings zu einem erheblichen Teil inländischen Firmen. Diese zu belasten würde nach Einschätzung von Experten die Wirtschaftsentwicklung des Landes weiter dämpfen.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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