Griechenland: Eurogruppe erwartet keine Einigung in Riga

Keinerlei Einigung mit Griechenland ist bei der Eurogruppe am Freitag in Riga zu erwarten. In EU-Ratskreisen in Brüssel hieß es am Dienstag, Griechenland sollte einmal genau sagen, welche 30 Prozent des Sparprogramms nicht akzeptabel seien. Wenn dies geschehen sei, könne diskutiert werden. Jedenfalls gebe es die Hoffnung der Finanzminister der Währungsunion auf eine Beschleunigung.

Es scheine jedenfalls noch ein weiter Weg in Richtung Einigung zu sein, obwohl die Zeit den Griechen langsam davon laufe. Bei der Februar-Sitzung sei als eine Frist Ende April genannt worden, doch die tatsächlich wesentliche Frist sei wohl Ende Juni, wenn das zweite Hilfsprogramm für Athen auslaufe. Dieses zweite Rettungspaket hätte ursprünglich Ende 2014 beendet werden sollen, war zunächst bis Ende Februar verlängert und dann ein zweites Mal bis Ende Juni erstreckt worden.

Angesichts der seit Wochen anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen Griechenland und dem Rest der Eurozone über die Einhaltung von Sparvorgaben als Bedingung für eine Einigung zum Erhalt weiterer Hilfsgelder wurde in EU-Ratskreisen aber ein ideologischer Streit in Abrede gestellt. Die Währungsunion sei stark geeint, und mehrmals sei betont worden, dass es innerhalb des zweiten Hilfsprogramms eine große Flexibilitätsmöglichkeit gebe. Innerhalb der geltenden Parameter müsste Griechenland aber die Fiskalstabilität und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft einhalten.

Neben Griechenland steht auch eine Bilanz über die Lage in Spanien auf der Tagesordnung der Finanzminister der Eurogruppe. Spanien habe sich sehr gut entwickelt, die Risiken könnte man mit gegen Null gehend bezeichnen, wurde erklärt. Schließlich befasst sich die Währungsunion noch mit der Bankenunion, vor allem der gemeinsamen europäischen Bankenaufsicht SSM. Darüber ist zweimal im Jahr ein Informationsaustausch vorgesehen, einer eben im April und der andere im Herbst.

Am Samstag folgt der informelle ECOFIN. Bei diesem EU-Finanzministerrat dürfte ebenfalls die Lage in Griechenland erörtert werden. Entscheidungen werden keine getroffen. Österreich ist sowohl bei der Eurogruppe als auch beim ECOFIN durch Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) vertreten.

Hannover (APA/dpa) - Die Netzbetreiber Tennet, Gasunie und Thyssengas wollen die Speicherung von erneuerbaren Energien in Gasnetzen vorantreiben. Zur großindustriellen Nutzung der sogenannten Power-to-Gas-Technologie ("Strom zu Gas") wollen sie daher eine 100 Megawatt (MW) starke Anlage in Ostfriesland bauen, wie eine Tennet-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
 

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Ökostrom zu Gas - Deutsche Netzbetreiber planen 100-MW-Anlage

Berlin/Hannover (APA/Reuters/dpa-AFX) - Eine Häufung von Groß- und anderen Schäden bei Industriekunden zwingt den Versicherer Talanx zur Senkung seiner Gewinnprognose. Talanx geht für 2018 nun von einem Ergebnis von rund 700 Mio. Euro aus, teilte die Nummer drei unter den deutschen Versicherungskonzernen am Montagabend in Hannover mit. Das wären 150 Millionen weniger als bisher geplant.
 

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Industrie-Großschäden machen Versicherer Talanx zu schaffen

Thun (APA/awp/sda) - Der kriselnde Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger unterzieht sich erneut einer Restrukturierung. Das Unternehmen verlagert einen wesentlichen Teil seiner weltweiten Vertriebs- und Servicefunktionen für Standard-Photovoltaik-Lösungen von Europa nach Asien, insbesondere nach China. Dies kostet erneut Stellen.
 

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Schweizer Solarzulieferer verlagert nach Asien, streicht Jobs