Griechenland: Sauberer Ausstieg ist unwahrscheinlich

(APA/Reuters) - Griechenland wird wohl nicht ohne Auflagen aus den internationalen Hilfsprogrammen aussteigen können. "Ein sauberer Ausstieg Griechenlands aus den Programmen ist sehr unwahrscheinlich", sagte ein hochrangiger EU-Vertreter am Montag in Brüssel. Es müsse gesehen werden, welche Lösungen es stattdessen geben werde.

Am Donnerstag werde der griechische Finanzminister das Thema mit seinen Kollegen der Eurogruppe in Brüssel erörtern. Das Hilfsprogramm der Eurozone für Griechenland läuft Ende des Jahres aus, ein Jahr später endet das Programm des Internationalen Währungsfonds. Die griechische Regierung versucht, finanziell wieder auf eigenen Füßen zu stehen und die unter der griechischen Bevölkerung unbeliebten Überprüfungen der Troika aus EZB, EU-Kommission und IWF loszuwerden.

Im Gespräch war zuletzt eine vorsorgliche Kreditlinie für Griechenland, die an Auflagen geknüpft wäre. Dies sei die wahrscheinlichste Variante, sagte der EU-Vertreter. Zudem könnte das ungenutzte Geld, das aus dem Fonds für die Rekapitalisierung griechischer Banken übrig geblieben sei, für weitere Hilfen genutzt werden.

Seinen Angaben zufolge würden die Euro-Finanzminister am 8. Dezember versuchen, sich auf eine Lösung zu einigen. Die Marktvolatilität der vergangenen Wochen zeige, warum eine weitere Zusammenarbeit Griechenlands mit seinen Partnern Sinn mache.

Ankara/Washington/Genf (APA/dpa) - Auf Drängen Ankaras soll sich die Welthandelsorganisation (WTO) mit den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium aus der Türkei befassen. Ein entsprechender Antrag zu einem Streitschlichtungsverfahren sei eingegangen, teilte die WTO am Montag mit. Zunächst haben beide Seiten 60 Tage Zeit, miteinander zu reden. In dem Handelskonflikt fahren Ankara und Washington einen harten Kurs.
 

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Türkei bringt Zollstreit mit den USA vor die WTO

Caracas (APA/dpa) - Mit einer ganzen Reihe von Reformen will die Regierung Venezuelas die schwere Wirtschaftskrise beilegen. Angesichts der Hyperinflation werden fünf Nullen aus der Landeswährung gestrichen. Aus einer Million Bolívar fuerte (starker Bolívar) werden ab Montag 10 Bolívar soberano (souveräner Bolívar). Zudem soll der Bolívar künftig an die neue Kryptowährung Petro gekoppelt sein.
 

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Venezuela will Wirtschaftskrise mit Reformen beilegen

München/Berlin (APA/dpa) - Der deutsche Fernbusanbieter Flixbus klagt die Deutsche Bahn wegen der Darstellung seiner Züge im Internet. "Bereits im Juli haben wir Klage eingereicht, weil Flixtrain auf bahn.de nur lückenhaft abgebildet wird", teilte Geschäftsführer André Schwämmlein am Montag auf Anfrage einen Bericht des "Manager Magazin".
 

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Flixtrain klagt Deutsche Bahn wegen Internetübersicht