Griechenland - ESM-Chef Regling erwartet IWF-Beteiligung

Der Chef des Euro-Rettungsfonds ESM, Klaus Regling, rechnet mit einer Beteiligung des IWF am Griechenland-Hilfsprogramm von bis zu 16 Mrd. Euro. Um die Schuldentragfähigkeit des Landes zu erreichen, sei "nicht sehr viel" an Schuldenerleichterungen nötig, sagte er am Donnerstag in Berlin.

Zudem orientiere sich der IWF inzwischen ähnlich den Europäern stärker am Kriterium des Finanzierungsbedarfs statt an der Schuldenquote. "Das Konzept als solches ist vom IWF akzeptiert, das hat auch Frau Lagarde gesagt", erklärte er. Ein Schuldenschnitt scheide als Option für Schuldenerleichterungen aus. "Das wird nicht kommen". Auch bei der Zinshöhe sei man schon sehr niedrig, daher bestehe hier kaum noch Spielraum. Instrumente, um den Griechen bei den Schulden zu helfen, seien Laufzeitverlängerungen, längere Zahlungsstundungen sowie weitere Zuweisungen aus den Gewinnen der Euro-Zentralbanken mit griechischen Anleihen.

Für Griechenland besteht bei der Nicht-Einhaltung von Reformzusagen und Zahlungsverpflichtungen auch weiter das Risiko eines Ausscheidens aus der Eurozone, meint Regling. "Diese Drohung als Möglichkeit muss immer dastehen und steht auch da", sagte Regling. Daher sei es für ihn ganz logisch gewesen, dass dies auch bei den Verhandlungen über das inzwischen beschlossene dritte Hilfsprogramm zur Sprache gebracht wurde.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia