Griechenland - ESM-Chef: Liquiditätspuffer werden immer kleiner

Die griechischen Finanzreserven werden nach Ansicht des größten Gläubigers des Landes immer geringer. "Ich hoffe, es wird bald Fortschritte geben, denn die Liquiditätspuffer in Griechenland werden eindeutig sehr, sehr klein", sagte der Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der portugiesischen Zeitung "Diario de Noticias".

Auf die Frage, wie viel Geld die griechische Regierung kurzfristig benötige, sagte Regling, dass die Vertreter von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) noch immer Daten sammelten. "Erst dann wissen wir, wie die Situation wirklich ist und wie die Finanzierungslücke aussieht. Alle Zahlen, die jetzt genannt werden, sind Spekulation." Im Moment sehe er nicht, dass Griechenland in der Lage sei, eine verlässliche Reformliste vorzulegen, die eine Rückkehr des Landes zu nachhaltigem Wachstum garantiere.

Das liege auch daran, dass die griechische Regierung noch keine drei Monate im Amt sei, sagte Regling. Gewöhnlich werde neuen Regierungen 100 Tage eingeräumt, um eine umfassende Strategie vorzulegen. Griechenland habe diese Zeit aber nicht, man müsse aber trotzdem geduldig sein. Die nächste Gelegenheit für einen Austausch mit dem griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis sei das Treffen der Euro-Finanzminister am 24. April in Riga.

Der EFSF, die Vorgängereinrichtung des ESM, hat an Griechenland im Rahmen des zweiten Hilfsprogramms Darlehen über 142 Mrd. Euro gezahlt und ist damit mit Abstand der größte Gläubiger des Landes.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen