Griechenland - ESM-Chef: Liquiditätspuffer werden immer kleiner

Die griechischen Finanzreserven werden nach Ansicht des größten Gläubigers des Landes immer geringer. "Ich hoffe, es wird bald Fortschritte geben, denn die Liquiditätspuffer in Griechenland werden eindeutig sehr, sehr klein", sagte der Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der portugiesischen Zeitung "Diario de Noticias".

Auf die Frage, wie viel Geld die griechische Regierung kurzfristig benötige, sagte Regling, dass die Vertreter von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) noch immer Daten sammelten. "Erst dann wissen wir, wie die Situation wirklich ist und wie die Finanzierungslücke aussieht. Alle Zahlen, die jetzt genannt werden, sind Spekulation." Im Moment sehe er nicht, dass Griechenland in der Lage sei, eine verlässliche Reformliste vorzulegen, die eine Rückkehr des Landes zu nachhaltigem Wachstum garantiere.

Das liege auch daran, dass die griechische Regierung noch keine drei Monate im Amt sei, sagte Regling. Gewöhnlich werde neuen Regierungen 100 Tage eingeräumt, um eine umfassende Strategie vorzulegen. Griechenland habe diese Zeit aber nicht, man müsse aber trotzdem geduldig sein. Die nächste Gelegenheit für einen Austausch mit dem griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis sei das Treffen der Euro-Finanzminister am 24. April in Riga.

Der EFSF, die Vorgängereinrichtung des ESM, hat an Griechenland im Rahmen des zweiten Hilfsprogramms Darlehen über 142 Mrd. Euro gezahlt und ist damit mit Abstand der größte Gläubiger des Landes.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen