Griechenland - CSU-Politiker Ramsauer rät zu Grexit

Ex-Minister Peter Ramsauer hat Griechenland den Austritt aus der Eurozone nahegelegt. Ein "Weiter so" könne ganz sicher nicht weiterhelfen, schrieb der CSU-Politiker, der Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bundestag ist, in einem Beitrag für "Bild" vom Montag.

"Mit einem Ausscheiden des Landes aus dem Euro, wie es Finanzminister Schäuble bereits ins Gespräch gebracht hat, bekäme das Land die Möglichkeit, sich mit neuer Drachme währungspolitisch wieder wettbewerbsfähig zu machen", schrieb er. Griechenland bekäme "eine großartige Chance", sich ökonomisch und administrativ runderneuern zu können.

"Und so manchem starken EU-Land, das heute die Eurozone noch meidet, könnte dadurch der Weg in den Euro schmackhaft gemacht werden", argumentierte Ramsauer. "Das wäre ein großer Gewinn für den Euro und Europa." Ramsauer begründete sein Nein im Bundestag zur jüngsten Verlängerung des geltenden Hilfsprogramms für Griechenland. Einer der Gründe sei gewesen, dass er nicht gegen den Willen und die Zweifel der deutschen Bürger habe handeln wollen. Die könnten immer weniger verstehen, dass die Nicht-Einhaltung von Versprechen der Griechen folgenlos bleiben solle. "Damit muss Schluss sein", schrieb Ramsauer.

Für Ramsauer markiert die jüngste Abstimmung im Bundestag zu Griechenland eine rote Linie. Wenn es in Zukunft um ein drittes Hilfspaket gehen sollte oder einen Schuldenschnitt, dann wäre diese rote Linie überschritten. "Ein weiteres Ja zu neuen Hilfsprogrammen wäre ein Koalitionsbruch ganz besonderer Art: der Bruch des Bündnisses der Gewählten mit denen, die sie gewählt haben", ergänzte er. Das wäre ein Bankrotterklärung.

Griechenland kämpft derzeit mit akuten Finanznöten und hofft auf schnelle Hilfszahlungen seiner Euro-Partner.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte