Griechenland - CDU und CSU bremsen bei drittem Hilfsprogramm

Athen - CDU und CSU bremsen bei der Debatte über ein drittes Griechenland-Hilfspaket. "Tsipras hat klar gesagt, Griechenland will kein weiteres Hilfsprogramm", sagte der parlamentarische Geschäftsführer der deutschen Bundestagsfraktion, Michael Grosse-Brömer, am Dienstag in Berlin.

Er bezog sich auf Aussagen des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras, dass sein Land kein drittes Hilfspaket beantragen werde. Auch CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt sagte: "Wenn er keines will, brauchen wir nicht darüber nachzudenken."

Beide Politiker forderten die griechische Regierung auf, Vertrauen wiederherzustellen, dass sie mit ihrem Vorgehen in den vergangenen Wochen verspielt habe. "Griechenland muss beweisen, dass es sich an Zusagen hält", sagte Hasselfeldt. Grosse-Brömer kritisierte, mit polternden Auftritten lasse sich Vertrauen nicht zurückgewinnen.

Beide betonten, dass es in der Unionsfraktion angesichts immer neuer Interview-Äußerungen der griechischen Regierung Zweifel gebe, ob diese ihre in der Eurogruppe gemachten Reformzusagen einhalten wird.

Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos hatte am Montag mit einer Äußerung für Verwirrung gesorgt, wonach an einem dritten Hilfsprogramm gearbeitet wird. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hatten diese Darstellung zurückgewiesen.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor