Griechenland - Bundesbank: Kapitalkontrollen sollten zunächst bleiben

Frankfurt - Die Kapitalkontrollen in Griechenland sollten nach Ansicht von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann bis zur Vereinbarung neuer Rettungshilfen in Kraft bleiben. "Bis ein geeignetes Hilfspaket von allen Seiten vereinbart ist und die Solvenz sowohl der griechischen Regierung als auch des griechischen Bankensystems sichergestellt ist", sagte Weidmann am Donnerstag auf einer Konferenz in Frankfurt.

Es sei zu begrüßen, dass weitere Einlagenabflüsse aus griechischen Banken durch die Kontrollen eingedämmt seien.

Weidmann ging in diesem Zusammenhang auch auf die umstrittene Bereitstellung von Notfall-Krediten - sogenannte ELA-Hilfen - an die angeschlagenen griechischen Geldhäuser ein. ELA werde unter anderem wegen der Kapitalkontrollen nicht mehr zur Finanzierung der Kapitalflucht eingesetzt, sagte Weidmann. "Das stellt sicherlich einen Schritt nach vorne dar", sagte der Deutsche-Bundesbank-Präsident. Damit liege die Verantwortung wieder dort, wo sie angesiedelt sein sollte, bei den Regierungen und Parlamenten.

Die griechische Regierung hofft auf ein drittes Hilfspaket der anderen Euro-Staaten und hat detaillierte Reformvorschläge angekündigt. Gelingt keine Einigung mit den Euro-Partnern, droht ein Kollaps des Bankensystems und ein Ausscheiden des Landes aus der Währungsunion.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor