Griechenland - Bundesbank: Kapitalkontrollen sollten zunächst bleiben

Frankfurt - Die Kapitalkontrollen in Griechenland sollten nach Ansicht von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann bis zur Vereinbarung neuer Rettungshilfen in Kraft bleiben. "Bis ein geeignetes Hilfspaket von allen Seiten vereinbart ist und die Solvenz sowohl der griechischen Regierung als auch des griechischen Bankensystems sichergestellt ist", sagte Weidmann am Donnerstag auf einer Konferenz in Frankfurt.

Es sei zu begrüßen, dass weitere Einlagenabflüsse aus griechischen Banken durch die Kontrollen eingedämmt seien.

Weidmann ging in diesem Zusammenhang auch auf die umstrittene Bereitstellung von Notfall-Krediten - sogenannte ELA-Hilfen - an die angeschlagenen griechischen Geldhäuser ein. ELA werde unter anderem wegen der Kapitalkontrollen nicht mehr zur Finanzierung der Kapitalflucht eingesetzt, sagte Weidmann. "Das stellt sicherlich einen Schritt nach vorne dar", sagte der Deutsche-Bundesbank-Präsident. Damit liege die Verantwortung wieder dort, wo sie angesiedelt sein sollte, bei den Regierungen und Parlamenten.

Die griechische Regierung hofft auf ein drittes Hilfspaket der anderen Euro-Staaten und hat detaillierte Reformvorschläge angekündigt. Gelingt keine Einigung mit den Euro-Partnern, droht ein Kollaps des Bankensystems und ein Ausscheiden des Landes aus der Währungsunion.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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