Griechen im Ausland wegen Kartensperren in Not

Griechische Kredit- und Bankomatkarten gelten wegen Kapitalverkehrskontrollen nur noch im Inland. Viele Griechen im Ausland geht nun das Geld aus, falls sie nur über eine Bankomatkarte verfügen, die von einer griechischen Bank ausgestellt wurde.

Athen Die Kreditkarte gesperrt, die Bankkarte nutzlos: Viele Griechen, die auf Reisen sind oder verreisen wollen, durchleben schwierige Zeiten. Vor allem diejenigen, die schon im Ausland sind, konnten nach der Verhängung der scharfen Kapitalverkehrskontrollen in dieser Woche oftmals ihre Hotels nicht bezahlen und waren auf Leihgaben angewiesen.

Auch Griechen, die ins Ausland wollten, konnten teilweise ihre Flug- oder Fährtickets bei ausländischen Anbietern nicht via Karte kaufen. Die Lösung sei, "cash zu zahlen", sagte ein Mitarbeiter einer der größten Reiseagenturen am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Der griechische Nachrichtensender Skai fährt seit Tagen eine Kampagne unter dem Motto "Wir alle können es zusammen schaffen - ich kehre zurück". Griechen, die im Ausland stecken geblieben sind, können sich hier melden. Privatleute und andere griechische Unternehmen helfen ihnen dann, in die Heimat zurückzureisen.

Sprit gegen Pfand

Ein griechischer Lastwagenfahrer erzählte am Freitag im Rundfunk, er habe seinen Laptop in einer Tankstelle in Deutschland als Pfand zurücklassen müssen, um weiterfahren zu dürfen. Zuvor hatte er getankt. Und als er mit seiner Kreditkarte zahlen wollte, stellte er fest: Sie funktionierte nicht mehr. "Die Leute kannten mich und ließen mich weiterfahren. Ich habe aber meinen Laptop zurückgelassen. Ich schäme mich", sagte er.

In Griechenland waren am Montag wegen der starken Kapitalflucht Kapitalverkehrskontrollen verhängt worden. Griechische Kreditkarten gelten nur im Inland. Die Bürger können mit der Bankkarte höchsten 60 Euro pro Tag und pro Konto von den Geldautomaten holen. Menschen ohne Bankkarte können 120 Euro in der Woche von den Schaltern von rund 1000 Banken abheben, die ausschließlich aus diesem Grund an Werktagen aufmachen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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