Grexit könnte Deutschlands Bonitätsnote bei Moody's drücken

Berlin - Ein Euro-Austritt von Griechenland kann der Ratingagentur Moody's zufolge die Kreditwürdigkeit Deutschlands drücken. "Das wäre negativ für das Kreditprofil", erklärte die Agentur in ihrer am Dienstag veröffentlichten Studie.

"Deutschlands direkte Belastung bei einem griechischen Austritt ist zwar überschaubar, aber die Kreditwürdigkeit der Regierung würde negativ betroffen sein, wenn sich größere Euro-Länder wie Italien oder Spanien dann wieder größeren Schwierigkeiten gegenübersehen."

Moody's räumte aber auch ein: "Allerdings sind die Ansteckungsrisiken geringer als 2012". Dafür würden die institutionellen Reformen in der Eurozone ebenso sorgen wie die aktive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Moody's bewertet Deutschland mit der höchsten Bonitätsnote AAA. Damit wird Investoren signalisiert, dass ein Ausfallrisiko von Staatsanleihen auch auf längere Sicht vernachlässigbar ist. "Deutschland hat eine sehr große, diversifizierte und sehr wettbewerbsfähige Wirtschaft, die das AAA-Rating untermauert", sagte Moody's-Experte Thorsten Nestmann. "Hauptherausforderungen sind die alternde Bevölkerung und eine schrumpfende Erwerbstätigkeit." Diese könnten das Wirtschaftswachstum dämpfen und die sozialen Sicherungssysteme unter Druck setzen.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch