Greenpeace-Studie: Jugendliche denken grün, kaufen aber konventionell

Hamburg - Jugendliche in Deutschland achten laut einer Greenpeace-Umfrage beim Kleiderkauf auf Design, Preis und Marken, jedoch kaum auf die Herstellungsbedingungen. Dabei seien Chemikalieneinsatz und Ausbeutung von Textilarbeitern bekannt. Dies werde aber beim Kauf ausgeblendet, heißt es in einer am Sonntag veröffentlichten und von der Umweltorganisation in Auftrag gegebenen Umfrage.

Herstellungsbedingungen oder Textilsiegel sind demnach nur für gut zehn Prozent der Jugendlichen wichtig. Nur wenige junge Leute kennen überhaupt bekannte grüne Labels. Grund für den geringen nachhaltigen Kleiderkonsum sind laut Greenpeace Vorurteile: Grüne Mode sei zu teuer, nicht modisch genug und die Auswahl zu gering. Ein weiterer Grund sei, dass Geschäfte und Siegel für ökologisch hergestellte Kleidung nicht bekannt genug seien.

Mehr als 80 Prozent der Jugendlichen kaufen ihre Kleidung laut der Umfrage bei großen Modeketten. Etwas mehr als die Hälfte bestellt sich die Mode online nach Hause. Die Meinungsforscher befragten nach eigenen Angaben vom 13. bis 19. Jänner 500 Leute im Alter von zwölf bis 19 Jahren.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder