Grazer Prüftechnik-Spezialist AVL DiTest mit weniger Umsatz 2017

Graz (APA) - Der steirische Hersteller von Kfz-Abgasmess- und Diagnosegeräten, AVL DiTest, hat im vergangenen Jahr 44,4 Mio. Umsatz gemacht - nach 51 Mio. Euro im Jahr 2016. Damit sei der Rückgang des Geschäftsvolumens allerdings geringer als ursprünglich erwartet ausgefallen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. In einzelnen Geschäftsbereichen sei das Ergebnis deutlich gestiegen, wurde betont.

Der Fahrzeugprüftechnikspezialist hatte bereits vor rund einem Jahr einen Umsatzeinbruch für 2017 erwartet. "Kurzfristige Umsatzdellen sind in unserer Branche üblich. Aufgrund unserer vorausschauenden Planung können wir jedoch gut damit umgehen", wurde Gerald Lackner, CEO von AVL DiTest zitiert. Der Grundstein dafür sei eine "langfristige Wachstumsstrategie".

Für 2018 erwartet der CEO eine substanzielle Umsatzsteigerung auf deutlich über 50 Mio. Euro. Dazu sollen laut Aussendung die wachsenden Geschäftsbereiche Elektromobilität, Fahrzeugdiagnose und Klimaservice beitragen. Beispielsweise sei im Bereich Elektromobilität der Umsatz gegenüber 2016 mehr als verdoppelt worden, führte Lackner an. Weiters geht das Unternehmen davon aus, das bedeutende Aufträge von großen Fahrzeugherstellern aus den Vorjahren im laufenden Geschäftsjahr zu Umsätzen führen werden.

In Deutschland seien durch die Änderung der Gesetzgebung zur wiederkehrenden Abgasbegutachtung bereits positive Auswirkungen auf den Absatz von Abgasmessgeräte zu erkennen. Die Gesetzesänderung sehe seit Jahresbeginn, zusätzlich zum elektronischen Verfahren, die verpflichtende Endrohr-Messung bei allen Kraftfahrzeugen vor. Hier wird vonseiten des Unternehmens mit einer Umsatzsteigerung gerechnet.

AVL DiTEST gehört zur AVL-Gruppe. Neben dem Hauptsitz in Graz hat das Unternehmen eine Tochterfirma in Cadolzburg in Deutschland sowie in China. 2017 beschäftigte es 266 Mitarbeiter (2016: 240 Mitarbeiter), 129 davon in Graz (2017: 95 Mitarbeiter). Zu den Kunden zählen Fahrzeughersteller wie VW, BMW, Jaguar Landrover, der Daimler-Konzern oder der österreichische Motorradhersteller KTM. Weitere Abnehmer sind auch Prüforganisationen wie Dekra oder TÜV. Die zentralen Geschäftsfelder sind Diagnose, Messtechnik, Klimaservice und Abgasuntersuchung.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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