Grazer Fliegerhorst Nittner ging an Immobilienentwickler Asset One

Wien/Graz-Thalerhof (APA) - Der frühere Heeres-Fliegerhorst Nittner in Graz-Thalerhof ist an den Immobilienentwickler Asset One verkauft worden, so die für den Verkauf militärischer Liegenschaften zuständige SIVBEG am Dienstag zur APA. Der Kaufpreis beträgt acht Millionen Euro. Was man damit vorhabe, wurde seitens Asset One nicht präzisiert. Zuletzt war in Medien über eine Nutzung als Asylwerber-Heim spekuliert worden.

Die SIVBEG (Strategische Immobilien Verwertungs- Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft) hat den Fliegerhorst auf der westlichen Seite der Piste des Flughafen Graz-Thalerhof im Auftrag des Verteidigungsministeriums verkauft. Asset One-Alleineigentümer Alfred Müller sagte, man werde nun verschiedene Nutzungsmöglichkeiten prüfen. Die Asset One hat bisher schon große Teile der Reininghaus- und Puntigam-Gründe erworben und teilverwertet.

Die Grundstücksfläche der aufgelassenen Luftwaffenbasis beträgt rund 385.000 Quadratmeter, davon sind rund 225.000 Quadratmeter Waldflächen. Auf der Liegenschaft befinden sich unter anderem zwei Flugzeughangars mit jeweils rund 3.600 Quadratmeter Hallenfläche sowie ein Büro- und Unterkunftsgebäude, ein Wirtschaftsgebäude mit Großküche und mehrere kleinere Büro-, Lager- und Werkstättengebäude.

Der Kaufpreis von acht Millionen Euro dürfte über den Erwartungen des Ministeriums gelegen sein: In einer Liste des Verteidigungsministeriums vom Februar 2011 mit den zu erwartenden Erlösen aus Liegenschaftsverkäufen waren für den Fliegerhorst noch rund fünf Millionen Euro veranschlagt worden.

Der Fliegerhorst war bis 2009 einer der Einsatzflughäfen des Bundesheeres, hier waren zuletzt Teile des Überwachungsgeschwaders mit Saab 35 Oe "Draken" stationiert gewesen. Die Spekulationen über eine Nachnutzung waren breit gestreut gewesen: Von einer Nutzung als Asylwerberunterkunft bis zu einer Werft zur Wartung und zum Umbau ukrainischer Frachtmaschinen vom Typ Antonow An-124-100 war die Rede gewesen. Für letzteres Vorhaben hatte es 2007 sogar schon einen Vorvertrag gegeben.

Die SIVBEG (zu 55 Prozent im Eigentum des Verteidigungs- und zu 45 Prozent im Besitz der Bundesimmobiliengesellschaft) hat für das Heeresressort bis dato nach eigenen Abgaben 146 militärische Liegenschaften um 273 Millionen Euro verkauft. Davon waren 17 Objekte in der Steiermark, die einen Erlös von 23 Millionen Euro brachten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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