Grasser-Prozess - Reger Andrang beim "Sommer-Termin"

Wien/Linz (APA) - Der einzige Verhandlungstag in der Sommerpause im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere sorgte heute für regen Andrang im Großen Schwurgerichtssaal des Wiener Straflandesgerichts. Kurz nach halb zehn ging es los mit der weiteren Einvernahme von Grasser zu den angeklagten Causen Buwog und Terminal Tower Linz.

Richterin Marion Hohenecker legte dem Erstangeklagten seine zweite Beschuldigtenvernehmung durch die Ermittlungsbehörden vom Herbst 2010 vor und fragte zu einem wichtigen Belastungszeugen, Willibald Berner, der damals im Kabinett des Kurzzeit-FPÖ-Verkehrsministers Michael Schmid arbeitete. Grasser bestritt den Vorwurf des Kabinettmitarbeiters, wonach es einen gemeinsamen Tatplan gab, an den Privatisierungen während der schwarz-blauen Regierung unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) illegal durch Korruption mitzuverdienen.

Berner habe dies aus ideologischen Gründen als "Sozialdemokrat" und aus Freundschaft zu einem anderen Belastungszeugen ausgesagt, wissend dass dies alles nicht stimme, betonte Grasser heute und warf ihm Lüge vor. Der zweite Belastungszeuge, Michael Ramprecht, habe persönliche Rache geübt, weil Grasser seinen Job als Geschäftsführer der Bundesbeschaffungsagentur nicht verlängert habe. "Ich bin ein Raubtier, das in diesem Bereich nichts mehr zu verlieren hat", soll sein früherer Mitarbeiter via Mail gedroht haben. Er habe vor nichts und niemandem mehr Angst.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte