Grasser-Prozess - OLG-Präsident rüffelt Rechtsanwaltskammer-Präsident

Wien (APA) - Der Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat nun auch zu einem Infight zwischen Oberlandesgericht (OLG) und Rechtsanwaltskammer geführt. Nachdem sich Rupert Wolff, Präsident des Österreichischen Rechtsanwaltskammertags, in der "Presse" über die Sitzordnung im Großen Schwurgerichtssaal beschwert hatte, konterte nun der Präsident des OLG Wien, Gerhard Jelinek.

In einem offenen Brief von Montagnachmittag schreibt Jelinek an Wolff unter anderem: "Das Landesgericht für Strafsachen Wien hat in Abstimmung mit dem Oberlandesgericht Wien im Vorfeld alle erdenklichen und wirtschaftlich vertretbaren Vorkehrungen getroffen, um einen fairen Prozessablauf zu garantieren. So wurde neben einer Klimatisierung des Verhandlungssaales dafür Vorsorge getroffen, dass für alle Angeklagten und ihre Verteidiger ein adäquater Sitz- bzw. Arbeitsplatz bereit gestellt werden kann." Die befürchtete Einsichtnahmen in vertrauliche Unterlagen der Verteidigung durch Journalisten oder Publikum sei durch die jetzige Sitzordnung unterbunden, betonte Jelinek.

Und er setzt fort: "Eine so schwerwiegende Behauptung, dass die Verurteilung durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte drohe und die österreichische Strafjustiz als solche hier einen schlechten Eindruck mache, noch vor Beginn des Beweisverfahrens aufzustellen, entfernt sich von sachlicher Kritik und verwundert auch aufgrund des traditionell sehr konstruktiven Gesprächsklimas zwischen Justiz und Anwaltschaft."

Berlin (APA/dpa) - Angesichts des deutschen Aufholbedarfs bei der E-Mobilität empfehlen Experten der Bundesregierung, den Umweltbonus für Elektroautos beizubehalten. Er solle gezahlt werden, bis das Ziel von einer Million E-Autos erreicht sei, sagte der Chef der beratenden Nationalen Plattform Mobilität (NPE), Henning Kagermann, am Mittwoch. Der steigende Marktanteil der Elektromobilität sei "kein Selbstläufer".
 

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Deutschland - Experten für Verlängerung von Umweltbonus für E-Autos

München/Ingolstadt (APA/AFP) - Der in Untersuchungshaft sitzende beurlaubte Audi-Chef Rupert Stadler ist mit seiner Haftbeschwerde in die nächste Instanz gegangen. Wie eine Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft München II am Mittwoch sagte, habe Stadler am Montag eine weitere Beschwerde vor dem Oberlandesgericht München eingelegt. Mitte August hatte das Landgericht München seine Haftbeschwerde abgelehnt.
 

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Beurlaubter Audi-Chef Stadler geht in nächste Instanz

Hamburg (APA/AFP) - Der irische Billigflieger Ryanair bietet seinen in Deutschland stationierten Piloten eine Festanstellung sowie die Übernahme von Ausbildungskosten an. "Bis Weihnachten sind alle Piloten, die in Deutschland ihre Basis haben, direkt bei uns angestellt", sagte Ryanair-Manager Peter Bellew der Wochenzeitung "Die Zeit".
 

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Ryanair bietet in Deutschland stationierten Piloten Festanstellung an