Grasser-Prozess - 9. Tag startet mit Richterin-Rüge für Ainedter

Wien (APA) - Der heutige neunte Verhandlungstag im Grasser-Prozess hat Mittwochfrüh mit einer scharfen Rüge der Richterin Marion Hohenecker für Grassers Verteidiger Manfred Ainedter begonnen. Der Anwalt habe die Schöffen (Laienrichter) angesprochen und ihnen zu verstehen gegeben, dass man über ihr Privatleben recherchiert habe, kritisierte die Richterin. Ainedter meinte, es sei "nur Smalltalk" gewesen.

Die beiden Schöffen und zwei Ersatzschöffen gaben laut Richterin zum gestrigen Verhandlungstag zu Protokoll, dass Ainedter sie in einer Pause angesprochen habe. Obwohl sie ein Gespräch mit ihm ablehnten mit dem Verweis darauf, dass das nicht erlaubt sei, habe Ainedter weiter mit ihnen reden wollen und ihre familiäre Freizeitgestaltung und berufliche Vergangenheit erwähnt. "Herr Doktor, Sie wissen aus ihrer langjährigen Erfahrung, dass das nicht geht", so die Richterin.

Die Verhandlung wird heute mit der Befragung des angeklagten Ex-Lobbyisten Peter Hochegger fortgeführt. Oberstaatsanwalt Alexander Marchart stellt dem teilgeständigen Hochegger Fragen zu dessen Geschäft bei der Privatisierung der Bundeswohnungen (Buwog u.a.). Hochegger hatte für Beratung und Information über die Höhe des notwendigen Gebots bei der Vergabe 1 Prozent des Kaufpreises in Höhe von 961 Mio. Euro kassiert und von den 9,6 Mio. Euro Honorar 80 Prozent an Walter Meischberger weitergegeben. Laut Hochegger teilte Meischberger das Geld mit Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP), von diesem seien auch die entscheidenden Informationen gekommen. Grasser und Meischberger bestreiten das.

Istanbul/Washington (APA/dpa) - "Ich habe keinerlei finanzielle Interessen in Saudi-Arabien", sagt Donald Trump. Als Privatperson und US-Präsident hat er aber kräftig von den Ölmilliarden aus Riad profitiert. Welche Auswirkungen hat das auf den Fall Khashoggi?
 

Newsticker

"Große Geschäfte!" - Trumps USA und Riad verbinden Milliarden

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Deutsche Bank tauscht die Führung ihrer Transaktionsbank aus. Stefan Hoops, bisher Co-Vertriebschef der Kapitalmarktsparte, trete die Nachfolge von John Gibbons an, bestätigte ein Banksprecher am Donnerstag. Gibbons verlasse die Bankenbranche. Finanzkreisen zufolge wechselt er zu einem Kunden der Bank. Hoops wird wie sein Vorgänger Gibbons an Investmentbank-Chef Garth Ritchie berichten.
 

Newsticker

Deutsche Bank tauscht Chef der Transaktionsbank aus

Wien (APA) - Österreich und China wollen über eine Nachfolgeregelung zu sogenannten Soft Loans verhandeln. Soft Loans sind staatlich gestützte Kredite für Unternehmen, die in Entwicklungsländern aktiv werden. Seit 2012 stehen sie für Investitionen in China allerdings nicht mehr zur Verfügung, weil das Land die dafür vorgesehene Obergrenze beim Einkommen pro Kopf überschritten hat.
 

Newsticker

Österreich und China verhandeln Nachfolgeinstrument zu Soft Loans