Grasser-Prozess - Hick-Hack von Grasser-Anwälten und Staatsanwalt

Wien (APA) - Die Befragung des angeklagten Ex-Lobbyisten Peter Hochegger im Grasser-Prozess durch die Anwälte des Ex-Finanzministers Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) hat heute mit scharfen Wortwechseln zwischen den Anwälten und der Staatsanwaltschaft begonnen. Richterin Marion Hohenecker musste lautstark durchgreifen: "Es geht hier nur um Zahlen, Daten und Fakten", rief sie im Gerichtssaal den Streithähnen zu.

Grassers zweiter Anwalt Norbert Wess wollte Hochegger zu den Unterlagen der Grasser-Anwälte zu den Anklage-Punkten befragen, die er in einem Power-Point-Vortrag an die Wand projizierte. Staatsanwalt Alexander Marchart widersprach heftig, denn der Angeklagte dürfe nur zu Fakten und Beweismitteln befragt werden. Weiters ergab sich ein Diskurs zwischen Wess und Marchart, ob die Anklage in der Präsentation richtig wiedergegeben worden sei.

Schnell griff die Richterin ein: "Wir führen dieses Verfahren nicht aufgrund von Medienberichten, es geht nicht um einen Anklagevortrag und auch nicht um eine Gegenäußerung. Wir führen das Verfahren nicht aufgrund einer Materialschlacht von 800 Seiten Anklage oder 600 Seiten Gegenäußerung", zürnte sie. "Wir führen das Verfahren aufgrund von Fakten und Tatsachen!".

Später sagte Hochegger in der Befragung, er habe nichts gegen irgendeinen anderen der Angeklagten. Grasser sei am Anfang des Verfahrens zu ihm gekommen, habe ihm die Hand geschüttelt und gesagt: "Peter, das gewinnen wir."

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