Grasser-Prozess - Anwalt: Thornton hat Buwog-Honorar nur verrechnet

Wien (APA) - Der Anwalt des mitangeklagten Ex-Immofinanz-Managers Christian Thornton hat betont, dass sein Mandant nur auf Anweisung des damaligen Immofinanz-Chefs Karl Petrikovics das Buwog-Honorar für Peter Hochegger verrechnet habe. "Er machte, was er im Konzern tun musste", so der Verteidiger Lukas Kollmann. Daher werde er sich nicht schuldig bekennen.

Thornton ist wegen Bestechung und Untreue angeklagt. Er soll Geld für die Bestechung innerhalb des Konzerns beigeschafft haben und deswegen auch einen Beitrag zur Untreue gegen die Republik im Namen von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) begangen haben, so die Anklage.

Thornton war damals Leiter des Rechnungswesens der Constantia Privatbank (CPB), Vorstandsvorsitzender der CPB war Petrikovics. Gemeinsam mit Petrikovics war Thornton Geschäftsführer der Corporate Finance Gesellschaft CFC. Thornton sei mit zahlreichen Geschäften befasst gewesen, aber die Buwog sei ihm damals in den Jahren der Privatisierung, nämlich 2003 und 2004, nicht untergekommen: "Die Buwog war unter seinem Radar", so der Anwalt.

Die Constantia Privatbank sei weisungsberechtigt gegenüber der CFC gewesen, und Petrikovics habe den Konzern straff geführt. Seine Aufträge seien oft mündlich gekommen, und Thornton habe darüber Notizen gemacht. "Wer schreibt sich so was auf, wenn er wusste woran er mitwirkte?" stellte der Verteidiger eine rhetorische Frage.

Den Vorwurf der Geldbeschaffung durch Thornton wies sein Anwalt als unrichtig zurück. Thornton soll die Gelder, die an die zypriotische Gesellschaft Hocheggers geflossen sind, innerhalb des Immofinanz-Konzerns beigeschafft haben. Aber die Gesellschaften seien verbunden gewesen durch einen Managementvertrag: Die CPB hatte einen Provisionsanspruch, wenn ein Immobilien-Projekt nicht durch einen Drittmakler kam, so der Anwalt. Das Geld sei nicht an Hochegger bezahlt worden, sondern von der CFC an die CPB überwiesen worden. Dabei sei es um 2,3 Mio. Euro gegangen.

Erst im Sommer 2005 habe Thornton erstmals erfahren, dass es für eine Tätigkeit Hocheggers eine Vereinbarung gab. "Die Leistung wurde erbracht - wer hätte einen Anlass gehabt hier nachzufragen?" so der Verteidiger von Thornton. Außerdem kenne dieser Hochegger nur von dem E-Mail-Verkehr über das Honorar. Die anderen Angeklagten kenne er gar nicht.

Thornton sei in den gesamten Verkaufsprozess der Bundeswohnungen gar nicht eingebunden gewesen, "er hatte lediglich die Information zum Vertrag und der Leistung", so der Verteidiger Kollmann. Untreue erfordere aber Vorsatz. "Warum er zu Untreue von Grasser beigetragen haben soll, ist nicht nachvollziehbar."

Wien (APA) - Trotz guter Konjunktur erfreut sich das Sparbuch in Österreich weiterhin größter Beliebtheit. Als Sparform liegt es unangefochten mit einem Beliebtheitswert von 80 Prozent vor dem Bausparen mit 60 Prozent und der Lebensversicherung mit 44 Prozent. Der durchschnittliche monatliche Sparbetrag stieg gegenüber dem Vorjahr von 239 auf 245 Euro. Das geht aus der neuen Sparstudie der Erste Bank hervor.
 

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Erste Sparstudie: Sparbuch weiterhin beliebteste Sparform

Basel (APA/Reuters) - Neue Arzneien und eine anziehende Nachfrage in China kurbeln den Umsatz des Schweizer Roche-Konzerns an und machen so die Einbußen bei den wichtigen Krebsmitteln des Pharmariesen wett. "Ausgehend von den Ergebnissen der ersten neun Monate werden wir unsere Ziele für das Gesamtjahr erreichen", sagte Roche-Chef Severin Schwan am Mittwoch nach der Vorlage von Umsatzahlen.
 

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Neue Arzneien und China geben Pharmariese Roche Schub

Wien (APA) - Der Wiener Hausbetreuer Attensam steigerte im Geschäftsjahr 2017/18 den Umsatz um 8,7 Prozent auf einen Rekordwert von 66,9 Millionen Euro (Vorjahr 61,6 Millionen Euro). Probleme bereite dem familiengeführten Unternehmen allerdings der Personalmangel in Westösterreich, so Firmenchef Oliver Attensam am Mittwoch in einer Pressekonferenz.
 

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Attensam: Rekordumsatz trotz Personalmangel