Grasser-Prozess - Am 13. Tag Fortsetzung mit Petrikovics-Befragung

Wien (APA) - Im Prozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und weitere Angeklagte sind diese Woche zwei Verhandlungstage angesetzt. Mittwoch und Donnerstag geht die Hauptverhandlung im Mega-Korruptionsprozess im Großen Schwurgerichtssaal des Wiener Straflandesgerichts weiter. Am morgigen 13. Verhandlungstag wird die Befragung des angeklagten Ex-Immofinanz-Chefs Karl Petrikovics fortgesetzt.

Zuletzt war Petrikovics von Richterin Marion Hohenecker befragt worden. Dabei belastete er seinen früheren Partner im "Österreich-Konsortium", den damaligen Raiffeisen-Landesbank OÖ-Vorstand Georg Starzer. Dieser habe der Beratung durch den Lobbyisten Peter Hochegger im Bieterverfahren um die Bundeswohnungen zugestimmt und - im Zuge der Abrechnung für die Villacher Wohnbaugesellschaft ESG - auch die Hälfte von Hocheggers Millionenhonorar bezahlt - was der mitangeklagte Starzer bestreitet.

Laut Anklagevorwurf hat Hochegger die entscheidenden Informationen für das Bieterverfahren der Bundeswohnbaugesellschaften (Buwog u.a.) letztlich vom damaligen Finanzminister Grasser erhalten, der dafür im Gegenzug einen Teil von Hocheggers Millionenhonorar kassiert habe. Die Anklage wirft den Beschuldigten Bestechung bzw. Amtsmissbrauch und Untreue vor. Bis auf Hochegger, der ein Teilgeständnis abgelegt hat, wird der Vorwurf von allen Angeklagten bestritten.

Richterin Hohenecker hat nach drei ausgefallenen Prozesstagen und den langatmigen Vorträgen der Verteidiger von Grasser und Walter Meischberger angekündigt, nun nicht wie bisher von 9:30 bis maximal 16:30 Uhr zu verhandeln sondern noch länger. Damit soll verlorene Zeit eingearbeitet werden. Derzeit steht der Prozessfahrplan bereits bis Mitte Oktober.

Grassers Verteidiger, Manfred Ainedter und Norbert Wess, wollen sich übrigens bei den Verhandlungen abwechseln. Morgen werde Wess im Gerichtssaal sein, am Donnerstag dann wieder Ainedter, kündigte dieser gegenüber der APA an.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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