Grasser verspätet: Flieger in Innsbruck

(APA) - Am dritten Verhandlungstag in der Zivilklage von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser gegen seinen ehemaligen Steuerberater Peter Haunold musste Richter Manuel Friedrichkeit heute, Donnerstag, ohne Grasser starten. Dieser sei aufgehalten worden, da sein Flieger in Innsbruck verspätet war.

Wobei sich Grasser am vergangenen Dienstag ohnehin ausgebeten hatte, heute möglicherweise nicht anwesend zu sein, was Friedrichkeit abnickte. Der nächste Verhandlungstag am Wiener Handelsgericht findet am 8. Jänner statt.

Grassers Anwalt, Ex-Justizminister Dieter Böhmdorfer, startete den Prozesstag mit dem Vorwurf an die Gegenseite, diese würde den Prozess bewusst verzögern, um so die Kosten für das Verfahren in die Höhe zu treiben. Böhmdorfer hatte am Dienstag eine Prozessunterbrechung bis zur Klärung der strafrechtlichen Frage der Steuercausa gefordert und auf Prozesskosten von rund 75.000 Euro je Tag verwiesen.

Am vergangenen Dienstag hatte sich das Verfahren primär um zwei Punkte gedreht: Hatte Grasser Haunold umgehend darüber informiert, dass er die Stiftung in Liechtenstein treuhändisch für seine Ehefrau gegründet hatte und hatte Grasser bei der Seevilla in Maria Wörth entgegen den rechtlichen Regelungen bezüglich der Einrichtung des Hauses interveniert.

Die Frage dahinter ist komplex: Silverland ist eine intransparente Stiftung, wodurch die Erträge der Stiftung nicht beim Stifter bzw. beim Begünstigten - also Grasser - besteuert werden müssen. Bei einer intransparenten Stiftung darf Grasser aber keinesfalls mitreden - im Gegensatz zu einer transparenten Stiftung. In der Villa hatten sich seine Eltern und seine Frau eingemietet, Grasser hatte wiederum Kontakt zu Handwerkern über die Ausgestaltung des Hauses. Seinen Angaben zufolge hatte er dafür eine mündliche Vollmacht vom SMW-Geschäftsführer - der SMW OG gehörte das Haus. Die SMW wiederum agierte mit Geld aus der Silverland-Stiftung.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro