Größter US-Pensionsfonds Calpers zieht sein Geld aus Hedgefonds ab

Boston, 16. Sep (Reuters) - Der größte US-Penionsfonds will nicht mehr in Hedgefonds investieren und zieht seine dort angelegten vier Milliarden Dollar komplett ab. Hedgefonds seien zu teuer und zu kompliziert, begründete der kalifornische Pensionsfonds Calpers seine Entscheidung am Montag. Calpers, der insgesamt rund 300 Milliarden Dollar verwaltet, hat seit 2002 sein Geld in Hedgefonds angelegt und gehörte zu den ersten großen Namen, die dort investierten. Branchenexperten schlossen nicht aus, dass nun auch andere Pensionsfonds ihre Anlagestrategie überdenken. Die Hedgefonds-Branche ist rund drei Billionen Dollar schwer.

Die Debatte bei dem California Public Employees Retirement System (Calpers) hatte Insidern zufolge im Februar nach dem Tod seines langjährigen Anlage-Chefs Joseph Dear begonnen. Dear hatte riskantere Anlagen etwa bei Hedgefonds bevorzugt, um Verluste wettzumachen, die während der Finanzkrise entstanden. Zuletzt aber hatten viele Hedgefonds nicht mehr die Gewinne abgeworfen, die sie einst attraktiv machten. Viele Investoren beklagen dabei die relativ hohen Kosten von Hedgefonds, die oft eine Gebühr von zwei Prozent für das Management erheben und ein Fünftel des Zugewinns einbehalten. Einer Erhebung zufolge warfen Hedgefonds in diesem Jahr bis August eine Rendite von 4,1 Prozent ab, das Plus beim Aktienindex S&P 500 liegt indes bei 9,87 Prozent.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne