Google will Nutzer mit künstlicher Intelligenz vom Smartphone lösen

Mountain View (APA/AFP) - Google will seinen Nutzern mehr smartphonefreie Zeit verschaffen und setzt dafür immer stärker auf künstliche Intelligenz für die Erledigung von Routineaufgaben. So soll der Google Assistant künftig täuschend echt klingende Anrufe etwa für Reservierungen in einem Restaurant übernehmen können, wie Google-Chef Sundar Pichai am Dienstag ankündigte.

Google habe die Vision, "dabei zu helfen, Dinge zu erledigen", sagte Pichai auf der jährlichen Entwicklerkonferenz des US-Internetriesen im kalifornischen Mountain View. "Viele von uns fühlen sich wie angekettet an unsere Telefone und sorgen sich darum, was sie verpassen könnten, wenn sie nicht verbunden sind", sagte Pichai. "Wir wollen Menschen helfen, die richtige Balance zu finden und ein Gefühl für ihr digitales Wohlbefinden zu gewinnen."

In den Augen von Google ist die Lösung für viele der zu erledigenden Dinge dabei ein simpler Telefonanruf. Diese Anrufe soll der Google Assistant - das digitale Sprachassistenzsystem des Konzerns - künftig mit einer menschlich klingenden Stimme erledigen, wenn Nutzer ihn dazu auffordern.

Pichai spielte bei der Konferenz eine Aufnahme ab, die einen Anruf des Assistenzsystems bei einem Friseur und in einem Restaurant wiedergab - inklusive "Ähms" und weiterer spontansprachlicher Füllwörter. Die Angerufenen waren sich dabei offenbar nicht bewusst, eine künstliche Intelligenz am Hörer zu haben.

Google zufolge sollen durch Aufgaben wie diese die Nutzer von alltäglichen Pflichten entlastet werden. Technologie könne positive Kräfte entfalten und die Lebensqualität von Milliarden Menschen verbessern, sagte Pichai. Gleichwohl dürfe das Unternehmen auf seine Schöpfungen nicht nur mit "weit aufgerissenen Augen" blicken, sondern müsse Verantwortung übernehmen.

Die großen Internetkonzerne des Silicon Valley sehen sich derzeit nicht zuletzt wegen des Datenmissbrauchskandals bei Facebook sowie der Debatte über die Verbreitung von Gewalt- oder Hassbotschaften über Internetplattformen wachsender Kritik ausgesetzt.

Für sein Nachrichten-Portal Google News stellte Google auch angesichts dessen Neuerungen vor, die ebenfalls auf künstlicher Intelligenz basieren. Die Algorithmen sollen künftig dabei helfen, vertrauenswürdige Quellen für Inhalte aufzuspüren und verschiedene Blickwinkel auf Nachrichtenereignisse zu präsentieren, um dadurch ein ausgewogenes Bild zu schaffen.

Außerdem stellte Google eine Reihe weiterer Neuerungen vor, die Nutzer nach Angaben des Konzerns vom Smartphone-Bildschirm lösen können: So sollen Video-Konsumenten über YouTube künftig via Pop-up-Nachrichten zu Pausen animiert werden und Nutzer des Smartphone-Betriebssystems Android einen neuen "Bitte nicht stören"-Modus bekommen, der aktiv wird, sobald das Handy mit dem Bildschirm nach unten abgelegt wird.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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