Google strotzt auch unter neuem Namen Alphabet vor Kraft

San Francisco - Google glänzt im ersten Zwischenbericht unter dem neuen Namen Alphabet mit unerwartet starken Umsätzen und Gewinnen. Der Internet-Riese überraschte am Donnerstagabend zudem mit einem Aktienrückkaufprogramm im Volumen von mehr als 5 Mrd. Dollar (4,4 Mrd. Euro).

In den vergangenen Monaten profitierte das als Suchmaschinenbetreiber groß gewordene Unternehmen aus dem Silicon Valley vor allem von einem florierenden Anzeigengeschäft auf der konzerneigenen Online-Video-Plattform YouTube. Doch auch die als zukunftsweisend geltende Werbung über Mobilgeräte wie Smartphones spülte dem Konzern kräftig Geld in die Kassen. Die Aktie schoss nachbörslich fast neun Prozent nach oben auf den Rekordstand von 741 Dollar, womit Alphabet am Kapitalmarkt nun rund eine halbe Billion Dollar wert ist.

Das Unternehmen steckt mitten im Umbau. Die Holding Alphabet unter der Führung von Google-Mitgründer Larry Page soll Ordnung in das Firmengeflecht bringen, das durch das rasante Wachstum seit der Gründung vor rund 17 Jahren entstanden ist. So entwickelte sich die für ihr buntes Buchstaben-Logo bekannte Internetfirma zu einem Konzern, der nicht nur für die weltweit dominierende Suchmaschine steht, sondern auch für das Handy-Betriebssystem Android und YouTube-Videos, die Entwicklung fahrerloser Autos, Computerbrillen und Drohnen sowie die Finanzierung von Start-ups.

Die neue Struktur kommt erst bei der nächsten Quartalsbilanz zum Tragen, sie wurde Anfang Oktober wirksam. Unter dem Alphabet-Dach bleibt Google für Suchmaschinen und Werbung zuständig.

Unter dem Druck von Internet-Netzwerken wie Facebook ringt Google vor allem damit, den eigenen Erfolg aus der PC-Ära in die Welt von Mobilgeräten zu übertragen. Laut Google-Chef Sundar Pichai nahm das Unternehmen dabei jetzt eine wichtige Hürde: "Weltweit gab es erstmals mehr Suchanfragen über Handys als über herkömmliche PCs", betonte der Manager. Google verdient vor allem an der Werbung auf seinen Online-Seiten.

In den drei Monaten bis Ende September kletterten die Anzeigenumsätze um 13 Prozent auf 16,8 Mrd. Dollar. Insgesamt legten die Erlöse der gesamten Alphabet-Holding ebenfalls um 13 Prozent auf 18,7 Mrd. Dollar zu. Unter dem Strich verdiente der Konzern mit knapp 4 Mrd. Dollar 45 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Analysten hatten auch hier weniger erwartet.

Die Experten lobten unter anderem die Maßnahmen der neuen Finanzchefin Ruth Porat, die Kosten im Rahmen zu halten. James Cakmak von der Brokerage-Firma Monness, Crespi, Hardt & Co betonte, Google scheine den Übergang hin zur mobilen Nutzung besser als erwartet zu bewältigen. Doch er zeigte sich zugleich kritisch angesichts der wachsenden Dominanz von Apps. Bei diesen Mini-Programmen für Mobilgeräte habe Google nicht viel mehr als YouTube zu bieten.

Wien (APA) - Der frühere Lobbyist und FPÖ-Politiker Walter Meischberger hält seine Anklage in der Causa Telekom Austria/Parteienfinanzierung für parteipolitisch motiviert und wehrt sich gegen den Vorwurf der Geldwäsche. Das geht laut einem Bericht des "Standard" (Wochenendausgabe) aus den "ergänzenden Ausführungen" seines Rechtsanwalts zum Einspruch gegen die Anklageschrift hervor.
 

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Telekom-Anklage: Meischberger wehrt sich gegen Geldwäschevorwurf

Berlin/Washington (APA/Reuters) - Der deutsche Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig hat nach Gesprächen in den USA die Hoffnung auf eine gütliche Beilegung der handelspolitischen Streitigkeiten zwischen beiden Ländern genährt. "Es gibt eine konstruktive Grundhaltung", sagte er am Freitag nach seinen Unterredungen mit hohen Vertretern der US-Regierung und der Wirtschaft.
 

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Deutscher Politiker: Entspannter im Handelsstreit mit USA

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