Google öffnet millionenschweren Medien-Innovationsfonds

Wien - Die "Digital News Initiative" (DNI) von Google und europäischen Verlagshäusern hat den mit 150 Millionen Euro ausgestattete Innovationsfonds für Bewerbungen geöffnet. Um Fördermittel können sich nicht nur Verlage bewerben. Er stehe "jedem in Europa offen, der im Nachrichtengeschäft tätig ist und ein innovatives, digitales Projekt verfolgt", so Google-Manager und Projektleiter Ludovic Blecher.

Die erste Bewerbungsrunde endet am 4. Dezember 2015. In Österreich haben bereits mehr als 40 Medien und Institutionen Interesse an einer Mitarbeit an der DNI angekündigt. Dazu gehören laut Google etwa die "Kronen Zeitung", "Heute", oe24.at, der "Kurier" oder die Vorarlberger Russmedia.

Der ORF und der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) hatten in der Vergangenheit harsche Kritik an dem Projekt geäußert. Der VÖZ plädiert dafür, dass Google auf Basis eines Leistungsschutzrechts für Verlage Lizenzgebühren für Verlagsinhalte zahlt. Google lehnt eine solche entgeltpflichtige Nutzung der Presseinhalte auf seinen Seiten jedoch ab.

Beim Google-Innovationsfonds werden drei unterschiedliche Projektklassen gefördert. Für Prototyp-Projekte von Organisationen und Einzelpersonen stehen bis zu 50.000 Euro zur Verfügung. Bei mittelgroßen Projekten mit einem Finanzierungsbedarf von bis zu 300.000 Euro will Google Anträge von bis zu 70 Prozent der Gesamtkosten des Projekts annehmen. Und auch bei Großprojekten von über 300.000 Euro beträgt die Förderquote maximal 70 Prozent. Die Obergrenze der Finanzierung liegt in der Regel bei einer Million Euro.

Allerdings können gemeinschaftliche Projekte, an denen beispielsweise mehrere Organisationen beteiligt sind, mehr als eine Millionen Euro erhalten. Die Ausnahme gilt auch für "Großprojekte, die dem allgemeinen Nachrichten-Ökosystem einen wirklich signifikanten Mehrwert bringen". Über die Auswahl der Projekte wacht ein Expertenrat, dem unter anderem der Österreicher Veit Dengler, CEO bzw. Vorstandschef der Mediengruppe "Neue Zürcher Zeitung", sowie die scheidende Spiegel-Online-Geschäftsführerin Katharina Borchert angehören, die zu Mozilla nach San Francisco wechselt.

Die DNI ist eine Initiative von Google mit europäischen Medienhäusern, um ein nachhaltigeres Ökosystem für Nachrichten und Innovationen im digitalen Journalismus zu fördern. Große Google-Partner sind dabei "Les Echos" (Frankreich), die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Deutschland), "The Financial Times" (Großbritannien), "The Guardian" (Großbritannien), NRC (Niederlande), "La Stampa" (Italien), "Die Zeit" (Deutschland), "El Pais" (Spanien), Global Editors Network (GEN), the International News Media Association (INMA) und European Journalism Centre (EJC).

Klagenfurt (APA) - Im Hypo-Prozess zu den Fällen "Hilltop" und "Blok 67" sind am Donnerstag Mitglieder des Aufsichtsrats sowie Zeugen aus Liechtenstein befragt worden. So erzählte ein Liechtensteinischer Anwalt, dass er die "Hilltop" ins Leben gerufen und die Hypo nichts mit dieser Gründung zu tun gehabt habe. Die Aufsichtsratsmitglieder bezeichneten die damaligen Entscheidungen als plausibel.
 

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Hypo-Prozess - "Hilltop" als "Reservegesellschaft" in Liechtenstein

Bad Gastein (APA) - Nach der Übernahme von drei Gebäuden aus der Belle Epoque im Zentrum des Kurortes Bad Gastein durch das Land Salzburg sind nun dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen erfolgt, um die desolaten Häuser vor eindringender Nässe zu schützen. Mit Ausnahme von kleineren Arbeiten seien die Objekte "soweit fit für den kommenden Winter", erklärte am Donnerstag Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP).
 

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Bad Gastein: Drei Belle-Epoque-Häuser wurden "winterfit" saniert

Berlin (APA/Reuters) - Das deutsche Finanzministerium lehnt die Idee der EU-Kommission für eine neue Form von Staatsanleihen-Verbriefungen ab. "European Safe Bonds (ESB) führen in die falsche Richtung und können Finanzrisiken sogar verstärken", heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Beitrag des Ministeriums-Chefökonomen Ludger Schuknecht und des Leiters der Abteilung für Finanzmarktpolitik, Levin Holle.
 

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Deutsches Finanzministerium gegen "Eurobond"-Verbriefungen