Goldpreis weiter im Höhenflug - Höchster Stand seit einem Jahr

Der Goldpreis hat seine Erholung der vergangenen Wochen fortgesetzt und am Freitag den höchsten Stand seit einem Jahr erreicht. Im Vormittagshandel sprang der Preis für das Edelmetall erneut deutlich nach oben und die Feinunze (etwa 31 Gramm) kostete an der Börse in London in der Spitze 1.274,91 US-Dollar (1.169,5 Euro). Damit ist Gold so wertvoll wie zuletzt im Februar 2015.

Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis auf Erholungskurs und konnte 19 Prozent zulegen. Zuletzt habe der Goldpreis Auftrieb durch die Kursschwäche des US-Dollar erhalten, der im Handel mit dem Euro auf ein Wochentief gefallen war, erklärten Rohstoffexperten der Commerzbank den Anstieg. Gold wird in Dollar gehandelt und ein Rückgang der US-Währung macht das Edelmetall außerhalb des Dollarraums günstiger und stärkt so die Nachfrage. Analyst Donald Selkin vom New Yorker Finanzdienstleister National Securities sieht derzeit einen "sehr starken Aufwärtstrend" beim Gold. Viele Anleger würden jetzt auf den fahrenden Zug aufspringen.

Außerdem spielt die Geldpolitik führender Notenbanken eine Rolle: "Die Rally bei Aktien geht im Wesentlichen auf die Erwartung noch extremerer geldpolitischer Lockerungen durch die Zentralbanken zurück. Da überrascht es nicht, dass auch Gold in einem solchen Umfeld zunehmend gefragt ist", sagte Experte Jordan Eliseo vom Handelsunternehmen Australian Bullion in Sydney.

Experten des Frankfurter Bankhauses Metzler zeigten sich ebenfalls optimistisch, dass die Aufwärtsbewegung beim Gold noch etwas weiter gehen könnte. Allerdings sehen die Metzler-Experten auch das Risiko einer "durchaus etwas nachhaltigeren Korrektur der Goldpreise" - einfach weil sie zuletzt sehr stark gestiegen sind. Kurz vor dem Wochenende sprachen Marktbeobachter außerdem von einem spürbaren Anstieg der Wetten auf fallende Goldpreise an der Rohstoffbörse in New York.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen