Go-Champion vor Spiel gegen Computer siegessicher

Seoul - Der Weltmeister im asiatischen Brettspiel Go, Lee Se Dol, tritt im März gegen die Google-Entwicklung AlphaGo an - und ist überzeugt davon, den Computer zu besiegen. Allerdings sagt der 32-jährige Südkoreaner der künstlichen Intelligenz langfristig große Erfolge voraus.

Nach dem, was er bisher gesehen habe, werde er AlphaGo haushoch besiegen - jedenfalls dieses Mal, sagte Lee mit Blick auf sein im März geplantes Match gegen den Computer. "Aber künstliche Intelligenz ist weiter auf dem Vormarsch, ich bin mir nicht sicher, ob ich in einem oder zwei Jahren noch gewinnen werde."

In dem traditionsreichen Spiel ist Lee der bisher beste Spieler - er gewann 18 internationale Titel. Aber AlphaGo von der Firma Google Deepmind überraschte die Go-Gemeinde im Oktober mit einem Sieg über den dreifachen Europameister Fan Hui. Lee liegt allerdings in der Rangfolge der Schwierigkeitsgrade weit über Fan.

Beim Go-Spiel müssen die Spieler versuchen, die gegnerischen Steine zu umzingeln und wegzunehmen. Wer die meisten Felder erobert hat, hat gewonnen. Im Bereich der Künstlichen Intelligenz gilt das asiatische Brettspiel als besonders schwer zu knacken. Bisher wurden vor allem im Schach Computer eingesetzt. Der Computer Deep Blue von IBM schlug 1997 den Weltmeister Gary Kasparow. Go gilt jedoch als komplexer, weil die Spieler die Steine überall auf dem Brett ablegen können und der nächste Zug des Gegners dadurch schwerer zu berechnen ist.

Laut Google-Deepmind-Chef Demis Hassabis gibt es mehr Möglichkeiten beim Go als Atome im Universum. "Selbst wenn man den größten Supercomputer der Welt hat, wird es nicht ausreichen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen", sagte er in einer gemeinsamen Video-Pressekonferenz mit Lee. Laut Hassabis wurde AlphaGo auf der Basis von 30 Millionen von Menschen gemachten Zügen programmiert. Die meisten Spiele habe der Computer gewonnen. Nun müsse AlphaGo aber gegen Weltmeister Lee getestet werden.

Das aus fünf Spielen bestehende Match zwischen Lee und AlphaGo findet vom 9. bis 15. März in Seoul statt. Das Preisgeld beträgt eine Million Dollar (900.000 Euro).

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro