Glyphosat - Rupprechter geht von keiner Zulassungsverlängerung aus

Brüssel (APA) - Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) geht nicht von einer Zulassungsverlängerung des Unkrautvernichters Glyphosat aus. "Es zeichnet sich derzeit keine Mehrheit dafür ab", sagte Rupprechter am Rande des EU-Agrarrats am Montag in Brüssel. Selbst unter den großen Mitgliedstaaten wie Deutschland, Frankreich und Italien gebe es kein Einvernehmen über die Vorgangsweise.

Die Experten der EU-Länder kommen am Donnerstag (9. November) zu einer neuen Abstimmungsrunde zusammen. Am Tisch liegt nun der Vorschlag der EU-Kommission für eine Zulassungsverlängerung von fünf Jahren, nach dem der ursprüngliche Vorschlag von zehn Jahren keine qualifizierte Mehrheit bekommen hatte.

Österreich werde auf jeden Fall gegen jeglichen Vorschlag der Zulassungsverlängerung von Glyphosat stimmen, betonte Rupprechter mit Verweis auf die Beschlussfassung im Nationalrat. Auf die Frage, ob heimische Landwirte durch ein Verbot mit Mehrkosten rechnen müssten, meinte der Minister, dass es in diesem Sektor ohnedies bereits eine "sehr eingeschränkte Anwendung von Glyphosat" gebe. Alternativen müsste sich aber der größte Einzelanwender, die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), überlegen.

Im Zentrum der Debatte steht die Frage, ob Glyphosat krebserregend ist oder nicht. Die zuständige Lebensmittelbehörde EFSA und die europäische Chemikalienagentur ECHA kamen zu dem Schluss, dass verfügbare wissenschaftliche Erkenntnisse nicht ausreichten, um Glyphosat als krebserregend einzustufen. Von Umweltschützern und manchen Wissenschaftern wird die Aussagekräftigkeit der zugrunde liegenden Studien allerdings angezweifelt.

Die endgültige Entscheidung über eine Zulassungsverlängerung obliegt der EU-Kommission. Diese hatte jedoch angekündigt, sich nach dem Willen der EU-Staaten zu richten. Die aktuelle Zulassung für Glyphosat läuft am 15. Dezember aus.

Dass ein Nein gegen die Zulassungsverlängerung von Glyphosat Klagen durch Produkthersteller nach sich ziehen werde und Österreich sich Ausnahmeregelungen erkämpfen muss, glaubt Rupprechter nicht: "Wie gesagt es zeichnet sich keine Mehrheit ab, daher ist das eine sehr hypothetische Frage."

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen