Glyphosat - Massen-Protest zwingt EU zu Debatte

Brüssel (APA/dpa) - Gegner von Glyphosat haben mit ihrem Massen-Protest eine Anhörung im Europäischen Parlament erzwungen. Eine europäische Bürgerinitiative hatte rund 1,1 Millionen gültige Unterschriften für ein Verbot des Pestizids Glyphosat gesammelt, wie die EU-Kommission am Freitag bestätigte. Nun dürfen die Organisatoren ihr Anliegen im EU-Parlament vortragen. Die Kommission muss Stellung dazu nehmen.

Außer dem Verbot von Glyphosat in der EU fordern die Unterzeichner eine Reform der Genehmigungsverfahren für Pestizide. Diese sollten nicht auf Basis von Studien zugelassen werden dürfen, "die von der Pestizidindustrie in Auftrag gegeben wurden", heißt es. Eingereicht hatte das Bündnis aus Nicht-Regierungsorganisationen und Umweltverbänden die Unterschriften Anfang Juli. Seither hatte die Kommission geprüft, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind. Allein rund 670.000 Unterschriften kamen aus Deutschland.

Wenn mindestens eine Million gültige Unterschriften aus mindestens sieben EU-Mitgliedsländern vorliegen, muss sich die EU-Kommission mit einer Bürgerinitiative befassen. In jedem der sieben Mitgliedsstaaten muss dabei eine Mindestzahl von Unterstützern erreicht werden.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker