Globale Aufseher beraten über bessere Regeln nach Finanzskandalen

London - Die jüngsten Skandale um manipulierte Zinssätze und Devisenkurse rufen die globalen Aufseher auf den Plan. Auf einem Treffen der Internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO) in London im nächsten Monat soll beraten werden, wie man bisher weitgehend unregulierte Märkte besser in den Griff bekommen kann.

Das berichtete der Chef der britischen Bankenaufsicht FCA, Martin Wheatley, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Die IOSCO ist eine Dachorganisation für Aufsichtsbehörden wie die deutsche BaFin und die US-Börsenaufsicht SEC. Die zweitägige Konferenz soll am 17. Juni starten.

Die Skandale um manipulierte Libor-Zinssätze und Devisenkurse haben weltweit hohe Wellen geschlagen. Internationale Großbanken, darunter die Deutsche Bank, Barclays und die Schweizer UBS, wurden zu hohen Strafen verdonnert, teils in Milliardenhöhe. Nach Worten Wheatleys sind nun klare Vorgaben gefragt, um den Finanzmärkten Orientierung zu geben. "Diese Führung muss aus einer Kombination globaler Standardsetzer wie der IOSCO und dem Elan von Leuten kommen, die sehr nahe dran sind", sagte er. Typischerweise falle diese Rolle Großbritannien und den USA zu.

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP), Walter Meischberger, Peter Hochegger und andere begab sich heute die Richterin auf die Spur einer Immobilieninvestmentvereinbarung zwischen Meischberger und dem mitangeklagten Makler Ernst Karl Plech. Die mit 2006 datierte Vereinbarung wurde laut Anklage erst im Herbst 2009 erstellt und unterschrieben.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - Richterin folgt Spur der Immoinvestvereinbarung

Wien (APA) - Die Kollektivvertragsverhandlungen der Metaller sind am Dienstag in die dritte Runde gegangen. Kurz vor Beginn der Gespräche bestätigte sich, dass die Fronten weiterhin verhärtet sind und am heutigen Verhandlungstag nicht mit einer Einigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu rechnen sein dürfte. Für Freitag ist gegebenenfalls eine weitere Verhandlungsrunde angesetzt.
 

Newsticker

Metaller-KV - Standpunkte in dritter Runde noch weit auseinander

Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Der nach einer Klage wegen Marktmanipulation vereinbarte Vergleich zwischen Tesla-Chef Elon Musk und der US-Börsenaufsicht ist perfekt. Der zuständige Richter Alison Nathan stimmte dem Kompromiss am Dienstag in New York zu, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Dabei hatte der Starunternehmer die Aufseher jüngst noch bei Twitter verspottet.
 

Newsticker

Richter stimmt Einigung zwischen Tesla-Chef und Börsenaufsicht zu