Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten: WKO und IV wollen mitreden

Wien (APA) - Die mögliche Angleichung von Arbeitern und Angestellten bei der letzten Parlamentssitzung vor der Nationalratswahl am Sonntag sorgt weiter für Kritik von Wirtschaftskammer (WKÖ) und Industriellenvereinigung (IV). Sie pochen auf die Einbindung der Sozialpartner. Diese könnten in wenigen Monaten eine für alle akzeptable Lösung ausverhandeln, meinen die Arbeitgebervertreter.

Kritisch hatte sich zuletzt auch ÖVP-Chef Außenminister Sebastian Kurz geäußert, während SPÖ-Chef Bundeskanzler Christian Kern übermorgen, Donnerstag, das Parlament am Zug sieht. Die Causa hat auch Einfluss auf die gerade angelaufene Herbstlohnrunde, bei der die Arbeitgeber die Besserstellung der Arbeiter bei der Höhe der Kollektivvertrags-Abschlüsse berücksichtigt sehen möchten. Die Metallindustrie, die die Herbstlohnrunde einleitet, hat sich jedenfalls gestern mit den Gewerkschaften Pro-Ge und GPA nicht auf einen neuen Abschluss einigen können und bis nach der Wahl vertragt.

WKÖ-Chef Christoph Leitl und IV-Boss Georg Kapsch betonten zwar heute, dass die Unterscheidung zwischen Arbeitern und Angestellten "nicht mehr zeitgemäß" ist und man offen für eine Angleichung sei. Aber: "Diese Angleichung muss umfassend sein, keine Seite darf sich die Rosinen herauspicken. Sie müsse die Betroffenen in einem seriösen Prozess einbeziehen und nicht einfach über Kollektivverträge drüberfahren. "Der vorliegende SPÖ-Antrag ist nicht seriös, sondern schlicht ein Anschlag auf Betriebe und Arbeitsmarkt, eine Husch-Pfusch-Aktion um kurzfristig im Wahlkampf zu punkten", so die beiden Interessenvertreter.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro