Ghosn denkt über neue Kapitalstruktur von Renault und Nissan nach

Boulogne-Billancourt/Yokohama (APA/dpa) - Renault-Chef Carlos Ghosn gibt Spekulationen über eine mögliche Fusion des französischen Autobauers mit dem langjährigen Partner Nissan neue Nahrung. Die Überkreuzbeteiligung der beiden Unternehmen stehe auf den Prüfstand, sagte Ghosn der japanischen Zeitung "Nikkei" (Montag). "Man kann sagen, alle Optionen liegen derzeit auf dem Tisch."

Renault und Nissan sind seit 1999 verbunden und arbeiten bei Technik und Einkauf eng zusammen. Die Franzosen halten derzeit einen Anteil von gut 43 Prozent an Nissan, die Japaner besitzen 15 Prozent an Renault. Bei Renault sitzt aber auch der französische Staat mit einem Anteil von 15 Prozent mit im Boot.

Ghosn hat bei beiden Unternehmen das Sagen. Erst vor kurzem wurde sein Vertrag als Renault-Chef bis 2022 verlängert. Bis zum Ende seiner Amtszeit will er auch eine Lösung für Renault und Nissan gefunden haben, wie Ghosn der Zeitung sagte. Die Meinung der Aktionäre, insbesondere der japanischen und der französischen Regierung, würden bei den Überlegungen berücksichtigt. Am Ende müssten alle zufrieden sein.

Berichte über ein mögliches komplettes Zusammengehen von Renault und Nissan gibt es schon länger. Entstehen würde bei einer Verschmelzung ein neues Schwergewicht unter den Massenherstellern. Erschwert wird ein Zusammengehen aber durch staatliche Interessen. Vor allem in Tokio sorge man sich über einen zu großen Einfluss der Franzosen, schrieb "Nikkei".

Wien (APA) - Eine aktuelle Umfrage sieht eine deutliche Mehrheit gegen den von der Regierung geplanten Zwölf-Stunden-Arbeitstag. Laut einer vom Meinungsforscher Peter Hajek für ATV durchgeführten Umfrage, sprechen sich 59 Prozent gegen die Regierungspläne aus. Auch ÖVP- und FPÖ-Wähler unterstützen die Pläne nur zu 50 bzw. 49 Prozent. 54 Prozent attestieren der Regierung Klientelpolitik für Unternehmer, Beamte und Bauern.
 

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Arbeitszeit: Umfrage sieht deutliche Mehrheit gegen Zwölf-Stunden-Tag

Tokio (APA/AFP) - Angesichts einer alternden Bevölkerung und zunehmenden Fachkräftemangels hat die japanische Regierung eine Lockerung der Einreisebestimmungen angekündigt. "Der Fachkräftemangel ist dringlicher geworden", sagte Kabinettssekretär Yoshihide Suga am Freitag vor Journalisten.
 

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Japan will Einreisebestimmungen lockern und mehr Fachkräfte holen

Moskau (APA/dpa) - Die Fußball-WM wird Russland nach Einschätzung seiner Nationalbank nur ein geringes Wirtschaftswachstum bringen. Aufs Jahr gerechnet sei ein Plus von 0,1 bis 0,2 Prozentpunkten zu erwarten, sagte Zentralbankchefin Elvira Nabiullina am Freitag in Moskau. "Dafür wird sich die Weltmeisterschaft positiv auf die Erwartung und Stimmung der Russen wie der Gäste auswirken", sagte sie laut Agentur Tass.
 

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Russische Nationalbank erwartet kaum Wirtschaftswachstum durch WM